Aufbereitung von Masken im Uniklinikum St. Pölten
ORF / Sunk
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Coronavirus

Kliniken bereiten Schutzmasken wieder auf

Um Engpässe bei medizinischer Schutzausrüstung zu verhindern, werden im Uniklinikum St. Pölten und im Landesklinikum Wiener Neustadt Schutzmasken sterilisiert. Etwa 5.000 Stück können täglich aufbereitet und erneut verwendet werden.

Konkret geht es um Masken, die von mobilen Testteams, die derzeit in ganz Niederösterreich unterwegs sind, zurückgebracht werden. Diese Masken werden kontrolliert, etwa ob sie technisch noch einwandfrei oder verschmutzt sind, und dann in der zentralen Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte im Uniklinikum St. Pölten und im Landesklinikum Wiener Neustadt, sterilisiert. Anschließend werden die Masken verpackt und können von den mobilen Testteams erneut genutzt werden, erklärte Bernhard Kadlec, kaufmännischer Direktor im Uniklinikum St. Pölten, bei einem Lokalaugenschein am Montagvormittag.

Etwa 5.000 Masken werden täglich sterilisiert

Der Aufbereitungsprozess wurde in Zusammenarbeit mit der Landesgesundheitsagentur entwickelt und mit Hygieneexperten abgestimmt. Pro Tag und Standort können so zwischen 2.000 und 3.000 Masken aufbereitet werden. Im Durchschnitt werden damit künftig täglich etwa 5.000 Masken erneut ausgegeben. Zur Sicherheit würden die Masken allerdings eine Kategorie herabgestuft werden, so Kadlec. Aus FFP3-Masken werden damit beispielsweise FFP2-Masken. Diese könnten grundsätzlich zwar sowohl von den Testteams als auch von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Landeskliniken verwendet werden, für Zweitere trachte man aber selbstverständlich danach, dass man zeitgerecht mit neuen Masken beliefert werde, so der Direktor.

Aufbereitung von Masken im Uniklinikum St. Pölten
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Bei den Masken handelt es sich um FFP3- und FFP2-Masken, die von mobilen Testteams verwendet wurden

Schutzmasken sind derzeit weltweit ein begehrtes Gut, immer wieder kommt es zu Engpässen. Der Beitrag, der in den Logistikzentren in St. Pölten und Wiener Neustadt geleistet werde, sei deshalb ein wesentlicher, damit mehr Schutzmasken zur Verfügung stehen, sagte auch Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) am Montag. Die Lieferungen aus dem Ausland seien zwar angelaufen, aber es gebe immer wieder Rückschläge. Es sei deshalb gut, in Zeiten wie diesen auf eigene Kapazitäten zurückgreifen zu können, so Pernkopf.