Burg Gars bei Tag
Reinhard Polodsky
Reinhard Polodsky
Kultur

Wegen CoV: „Klang Burg Gars“ statt Carmen

Wegen des Coronavirus wurde die Carmen-Inszenierung der Oper Burg Gars auf 2021 verschoben. Von 3. Juli bis 4. September gibt es nun ein Ausweichprogramm: Zehn Abende unter dem Motto „Klang Burg Gars“ mit musikalisch-literarischem Spielplan.

„Unser Sommerprogramm ist aber keinesfalls als billige Ersatzlösung zu verstehen“, so Intendant Johannes Wildner. Stattdessen sei „Klang Burg Gars“ eine „kollektive Solidaritätserklärung von Freunden der Garser Burg, die zeigen wollen, dass Resignation keine Option ist“. Die auftretenden Künstler hätten somit allesamt einen persönlichen Bezug zur Burg.

Die Veranstaltungen sollen jeweils am Freitag um 20.00 Uhr beginnen und Lesungen und Konzert kombinieren. Der musikalische Bogen wird dabei von Haydn und Beethoven über das Wienerlied bis hin zum Jazz gespannt. Zudem stehen auch Bühnenstücke und Tanzperformances auf dem Programm.

Musik, Literatur, Theater und Tanz

Als Gäste sind u.a. Stephan Paryla-Raky, der bereits in der allerersten Produktion der Garser Burg zu sehen war, und der Akkordeonvirtuose Otto Lechner gemeinsam mit Gitarrist Harri Stojka angekündigt. Corina Koller und Wolfgang Resch sollen anlässlich des Beethoven-Jahres einen eigenen Abend gestalten, der südafrikanische Tenor Siyabonga Maqungo wird Musik von Mozart über Beethoven bis hin zu Folklore aus seiner Heimat vortragen.

Wilder gestaltet viele Veranstaltungen selbst mit: Als Violinist wird er mit Freunden Stücke der Wiener Klassik interpretieren, darunter auch Haydns Kaiserquartett. In Michael Korths Theaterstück „Ich, Beethoven“ soll er in die Rolle des Komponisten schlüpfen und zum Saisonabschluss zusammen mit u.a. Ernst Kovacic eine „Garser Burg-Schubertiade“ geben.