Coronavirus Test am Flughafen Wien Schwechat, Rachenabstrich wird entnommen
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Chronik

Airport: Gratis Tests für Balearen-Rückkehrer

Nach Kroatien gelten ab Montag nun auch für die Balearen strengere Einreisebestimmungen. Ab dann muss bei der Einreise nach Österreich ein negativer PCR-Test vorgelegt werden. Wer bis Sonntag zurückkehrt, kann sich kostenlos am Flughafen in Schwechat testen lassen.

30 Rückkehrer aus zwei Flugzeugen von den Balearen, also von den spanischen Inseln Mallorca, Menorca, Ibiza und Formentera, nutzten bereits am Mittwoch das Angebot, sich kostenlos am Airport in Schwechat (Bezirk Bruck an der Leitha) testen zu lassen. Am Donnerstag landeten im Laufe des Tages drei weitere Maschinen aus den betroffenen Regionen. Bis Sonntag stehen noch zwölf weitere Flüge am Plan.

„Es sind in den nächsten Tagen mehrere Flüge pro Tag angesetzt, aber das ist gut beherrschbar. Natürlich wird der Andrang am Wochenende stärker sein, das war auch schon letztes Wochenende so. Aber das bedeutet nur, dass es eine gewisse Wartezeit gibt. Die Testkapazitäten sind ausreichend“, sagte Flughafen-Vorstand Günther Ofner am Donnerstag im „NÖ heute“-Interview.

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Warteschlange für Coronavirus Test am Flughafen Wien Schwechat
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Im Gesundheitszentrum können sich Balearen-Rückkehrer kostenlos testen lassen
Schild „Health Center“, Coronavirus Teststation am Flughafen Wien Schwechat
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Sujet Coronavirus Test, Wattestäbchen wird in Röhrchen gesteckt
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Coronavirus Teststation am Flughafen Wien Schwechat
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Kostenlose Tests noch bis Sonntag möglich

Die Rückkehrer werden gegen Vorlage ihrer Boardkarte im Gesundheitszentrum – nur ein paar Meter von der Ankunftshalle entfernt – direkt nach der Landung getestet. Dabei wird ein Rachenabstrich gemacht. In drei bis sechs Stunden liegt das Ergebnis vor. Es wird den Reisenden per Mail zugeschickt. Bis Sonntag, also bis die neuen Einreisebestimmungen in Kraft treten, ist es noch möglich, sich kostenlos testen zu lassen.

Ofner hofft darauf, dass es in dieser Hinsicht bald ein einheitliches Vorgehen geben wird. „Es sind alle Länder gefordert, eine gemeinsame Strategie zu entwickeln. Nachdem der Flugverkehr etwas Grenzüberschreitendes und Internationales ist, sind auch gemeinsame internationale Regeln erforderlich“, so Ofner.

Die neuen Reisebeschränkungen seien zwar ein weiteres Hindernis für den Flugverkehr, allerdings glaubt er, dass die österreichische Strategie beispielhaft sei, „dass man eben nicht Flüge unterbindet oder verhindert, sondern, dass man Menschen aus den Risikogebieten bei der Einreise vorschreibt, getestet werden zu müssen“.

Günther Ofner im „NÖ heute“-Interview

Über die aktuelle Situation am Flughafen berichtet Flughafen-Vorstand Günther Ofner (ORF).

Ofner: „Unser Bestreben ist, gut über Krise zu kommen“

Für die Zukunft des Flughafens wünscht sich Ofner, „gut über die Krise zu kommen“. Wegen der Coronavirus-Pandemie rutschte der Airport im zweiten Quartal in die Verlustzone – mehr dazu in Flughafen: 18,2 Mio. Euro Verlust zum Halbjahr (noe.ORF.at; 18.8.2020). „Wir kämpfen um jeden Arbeitsplatz. Wie der Flugverkehr in den nächsten Jahren einzuschätzen ist, wird absolut davon abhängen, wann es eine Impfung gibt. Bis dahin nutzen wir das Instrument der Kurzarbeit, sie wird auch in Phase Drei verlängert werden, allerdings laufen hier noch die Verhandlungen“, so Ofner.