Impfen
QuickHoney/ORF.at
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Niederösterreich impft

Die wichtigsten Infos zur CoV-Impfung

Immer mehr Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher erhalten die CoV-Impfung. Ab 10. Mai können sich alle Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher für einen Termin anmelden. Hier finden Sie die Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Seit Ende Dezember 2020 wird in Niederösterreich geimpft. Waren es zu Beginn vor allem Bewohnerinnen und Bewohner sowie Personal in Alten- und Pflegeheimen, folgten in den drauffolgenden Wochen etwa Personen mit schwerwiegenden Vorerkrankungen, Menschen höheren Alters oder auch Personal im Sozial- und Gesundheitsbereich. Später wurde das Alter für die Impfanmeldung sukzessive gesenkt. Die Impfstrategie ist bundesweit einheitlich und läuft in mehreren Phasen ab. Der Bund ist für den Impfstoff zuständig, die Länder organisieren die Impfungen. In Niederösterreich läuft die Koordination über Notruf Niederösterreich.

Wer wird wann geimpft?

Auf der Homepage von Notruf Niederösterreich werden regelmäßig neue Impftermine entsprechend der Impfstrategie freigeschaltet. Seit 7. Mai können sich Personen ab dem 30. Lebensjahr, ab 10. Mai alle über 16-Jährigen für einen Termin anmelden.

Wo kann man sich impfen lassen?

Derzeit gibt es mehr als 500 Impfstellen in ganz Niederösterreich. Dabei handelt es sich sowohl um niedergelassene Ärzte als auch Impfzentren, von denen es 20 in Niederösterreich gibt. Bei der Terminbuchung kann man den Ort auswählen, an dem man geimpft werden möchte. In Zukunft soll es außerdem eigene Impfstellen in großen Betrieben geben.

Infohotline

Das Gesundheitsministerium betreibt gemeinsam mit der AGES eine Infohotline zur CoV-Impfung. Unter 0800-555-621 kann man Fragen zur Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe stellen. Die niederösterreichische Corona-Hotline lautet: 02742/9005-14300

Wie kann man sich für die CoV-Impfung anmelden?

Die Anmeldung läuft über die Homepage von Notruf Niederösterreich. Dort wird man ebenso wie auf noe.ORF.at informiert, wenn neue Termine freigeschaltet werden. Jeder, der sich registriert, bekommt, sobald neue Termine freigeschaltet werden, eine entsprechende Information via E-Mail oder SMS.

Kann man sich auch direkt beim Arzt einen Impftermin ausmachen?

Nein. Auf Grund des Impfstoffmangels können und dürfen Ärzte nur jene Patientinnen und Patienten impfen, die über die zentrale Plattform von Notruf Niederösterreich einen konkreten Termin gebucht haben. Die Ärzte haben auch keinen zusätzlichen Impfstoff.

Wie weise ich nach, dass ich zu einer Risikogruppe gehöre?

Um die Zugehörigkeit glaubhaft zu machen, ist am einfachsten, ein Covid-19-Risikoattest zum Impftermin mitzunehmen. Dieses können behandelnde Ärzte ausstellen. Aber auch Befunde, Entlassungsbriefe oder Ambulanzkarten sind laut Notruf Niederösterreich für den Nachweis geeignet. Ebenso hat die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) alle Risikopatientinnen und -patienten per Brief informiert. Dieses Schreiben zählt als Nachweis.

Wovon hängt der konkrete Zeitplan ab?

Das Tempo, in dem geimpft werden kann, hängt immer von der Menge des verfügbaren Impfstoffes ab. Derzeit sind vier Impfstoffe in Österreich im Einsatz: BioNTech/Pfizer, Moderna, AstraZeneca und Johnson & Johnson. Da der Impfstoff nur begrenzt zur Verfügung steht, ist es notwendig, eine Reihung vorzunehmen. Zuerst werden jene Menschen geimpft, die am meisten gefährdet sind.

Der Impfstoff von AstraZeneca wird in Niederösterreich standardmäßig mit elf Wochen Abstand geimpft, möglich ist aber ein Zeitfenster von vier bis zwölf Wochen. Biontech/Pfizer wird mit sechs Wochen Abstand geimpft, vorgesehen sind drei bis sechs Wochen. Moderna wird mit einem Abstand von sechs Wochen geimpft, möglich sind vier bis sechs Wochen. Bei Johnson & Johnson hingegen gibt es nur eine Dosis, deswegen soll dieser Impfstoff auch für die mobilen Impfungen durch die Hausärzte eingesetzt werden.

Ist die Impfung kostenlos?

Ja, der Impfstoff ist für alle Menschen in Österreich, die sich impfen lassen wollen, kostenlos.

Ist die CoV-Impfung verpflichtend?

Nein, es gibt keine gesetzliche Impfpflicht.

Kann man sich den Impfstoff aussuchen?

Nein, es ist nicht möglich, sich den Impfstoff auszusuchen. Alle Impfstoffe sind für alle Bevölkerungs- und Risikogruppen zugelassen.

Werden Covid-19-Genesene auch geimpft?

Ja, das nationale Impfgremium empfiehlt die Impfung auch für bereits von Covid-19 genesene Menschen. Allerdings ist sechs bis acht Monate nach einer Infektion eine Impfung nicht notwendig. Anschließend wird eine Teilimpfung empfohlen.

Wer sollte sich nicht impfen lassen?

Bis Ende April wurde empfohlen, dass sich Schwangere vorerst nicht impfen lassen sollen, weil wegen des Zeitdrucks die Auswirkungen auf diese Personengruppe nicht Teil der klinischen Tests vor der Zulassung waren. Seit Ende April heißt es jedoch vom nationalen Impfgremium, dass sich auch Schwangere impfen lassen können. Konkret steht in der Anwendungsempfehlung, dass nach einer sorgfältigen und individuellen Nutzen-Risiko-Evaluierung eine Impfung mit einem mRNA-Impfstoff vorgenommen werden kann. Diese sogenannte Off-Label-Anwendung sollte im zweiten oder dritten Trimenon – also ab der 13. Schwangerschaftswoche – stattfinden. Es braucht aber in diesem Fall unbedingt wie für alle individuellen Detailfragen vorher eine Beratung mit der Ärztin oder dem Arzt.

Wo findet man weitere Informationen?

Alle Informationen zur Impfung in Niederösterreich finden Sie online unter www.impfung.at. Weitere Fragen und Antworten zur Impfung finden Sie unter anderem HIER. Unter der Hotline 0800-555-621 können Sie außerdem rund um die Uhr Fragen zur Wirksamkeit und zur Sicherheit der Impfstoffe stellen. Die niederösterreichische Corona-Hotline ist außerdem unter 02742/9005-14300 erreichbar.