Fußballvereine Ruhemodus
GEPA pictures/ Christian Walgram
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Sport

Sportvereine: Erste Lockerungen in Sicht

Wie in vielen Bereichen haben sich die Coronavirus-Maßnahmen auch für den Vereinssport immer wieder geändert. Aktuell sind Indoor-Sport und Kontaktsportarten verboten und auch Sport im Freien ist nur eingeschränkt möglich. Ab Mai soll sich das ändern.

Die vergangenen Monate waren auch für Niederösterreichs Sportvereine nicht leicht. Erst Mitte März waren erste Lockerungsschritte für Kinder und Jugendliche gesetzt worden. Nur kurze Zeit später begann dann der nächste harte Lockdown für Niederösterreich. Seitdem gelten auch für die Sportvereine wieder strengere Regeln, ausgenommen davon sind nur Spitzensportlerinnen und -sportler.

Verschärfungen waren „Zerreißprobe“

„Derzeit ist in Niederösterreich leider nur Individualsport möglich. Das heißt, ich darf meinen Sport einzeln bzw. mit Personen aus dem gleichen Haushalt oder einzelnen, engsten Angehörigen ausüben. Die Sportausübung darf dabei aber nur im eigenen, privaten Wohnbereich, an öffentlichen Orten im Freien oder auf Outdoor-Sportstätten stattfinden. Indoor-Sportstätten müssen weiterhin geschlossen bleiben“, fasst Markus Skorsch, Landesgeschäftsführer der Sportunion Niederösterreich, zusammen.

„Es war eine Zerreißprobe“, berichtet ASKÖ Niederösterreich-Präsident Rupert Dworak gegenüber noe.ORF.at: „Viele Vereine stehen vor dem Aus, weil die Einnahmen fehlen, aber auch weil die Ehrenamtlichen keine Perspektive mehr sehen. Sämtliche Vereinsfunktionäre waren frustriert, weil die Sportanlagen geschlossen waren und viele Trainingseinheiten storniert werden mussten. Und auch unsere Mitglieder, unsere Sportlerinnen und Sportler, waren natürlich schon verzweifelt, weil sie nach Bewegung lechzen.“

Kinder und Jugendliche machen den Anfang

Am 2. Mai wird der harte Lockdown in Niederösterreich nun aber aufgehoben. Damit ändert sich auch für den Amateursport einiges. „Endlich geht es wieder los. Der Vereinssport feiert ab 3. Mai ein Comeback, ganz definitiv dann nach dem 19. Mai“, freut sich Dworak. Auch bei der Sportunion fiebere man den Lockerungen entgegen.

Den Start machen die Kinder und Jugendlichen. „Nach dem 2. Mai dürfen zumindest wieder Kinder- und Jugendeinheiten outdoor angeboten werden. Dabei dürfen aber maximal zehn Kinder und Jugendliche gemeinsam sporteln. Dabei müssen sie einen Zwei-Meter-Abstand zueinander einhalten“, so Skorsch. Nach dem 19. Mai sollen dann auch Erwachsene im Freien gemeinsam Sport betreiben dürfen. Auch bei ihnen sind maximal zehn Personen bzw. die für die jeweilige Sportart übliche Mannschaftsgröße erlaubt.

Herausforderung: Folgeschäden durch zu wenig Sport

Auch Indoor-Sport soll nach dem 19. Mai wieder möglich sein. Dabei muss jeder Person eine Fläche von 20 Quadratmetern zur Verfügung stehen, ein negativer Coronavirus-Test ist außerdem Pflicht. Ausnahmen gelten nur für geimpfte und genesene Menschen. Die Vorfreude bei den Vereinen ist groß. Allerdings herrsche auch Skepsis, sagt Skorsch. Immerhin sei der 19. Mai noch ein paar Wochen entfernt, bis dahin könne sich noch einiges ändern.

Man sei sich außerdem bewusst, dass auch nach den Lockerungen eine herausfordernde Zeit auf die Vereine warte, hält Dworak fest. Denn: „Wir werden sehr viele Folgeschäden dieser Pandemie beseitigen müssen. Viele Menschen haben sich in den vergangenen Monaten nicht ausreichend bewegt.“ Trotzdem überwiegt die Freude über die Öffnungsschritte.