Administrator Henckel-Donnersmarck
Stift Klosterneuburg
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Religion

Stift Klosterneuburg weiter ohne Administrator

Gregor Henckel-Donnersmarck, der Altabt des Stiftes Heiligenkreuz, wird nun doch nicht Administrator des Stiftes Klosterneuburg. Eigentlich hätte er diese Tätigkeit am Sonntag aufnehmen sollen, tritt sie aber aus gesundheitlichen Gründen nicht an.

Im Herbst 2020 war für das Stift Klosterneuburg mit dem deutschen Kurienbischof Josef Clemens überraschend ein Leiter von außen bestellt worden. Begründet wurde das damals damit, dass der frühere Propst Bernhard Backovsky die Situation rund um Missbrauchsfälle im Stift nicht angemessen gehandhabt habe. Backovsky war bereits im Mai wegen Krankheit zurückgetreten.

Entsprechendes Dekret wurde zurückgenommen

Im April 2021 wurde dann auf Antrag von Bischof Clemens der frühere Abt des Zisterzienser-Stiftes Heiligenkreuz, Gregor Henckel-Donnersmarck, zum Administrator des Augustiner-Chorherrenstiftes Klosterneuburg bestellt. Er hätte diese Funktion mit 2. Mai übernehmen sollen. Dazu sei es aus gesundheitlichen Gründen nun aber nicht gekommen, heißt es aus dem Stift Klosterneuburg gegenüber noe.ORF.at. Das entsprechende Dekret sei zurückgenommen worden, nun warte man auf eine neue Entscheidung.

Die Bestellung von Gregor Henckel-Donnersmarck galt als höchst ungewöhnlich. Einerseits, weil die Augustiner-Chorherren mit ihm einen Zisterzienser ins Stift bekommen hätten, andererseits weil Henckel-Donnersmarck bereits 78 Jahre alt ist. Als Administrator wäre er formal dem Leiter des Stifts, Josef Clemens, unterstellt gewesen.