Eine Gruppe von Menschen sitzt zusammen im Garten
ORF/Reiterits
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Soziales

Caritas: Pfarrgärten werden zu Klimaoasen

Die Caritas der Erzdiözese Wien öffnet wieder die Pfarrgärten der Bundeshauptstadt und in Niederösterreich. Sie werden zu einem Ort der Erholung und Begegnung für Menschen, die, auch wegen der Pandemie, besonders von Armut und Einsamkeit betroffen sind.

Bereits im Vorjahr wurde die Aktion „Klimaoase – Sommerfrische im Pfarrgarten“ ins Leben gerufen. Sie bietet Menschen in sozialer Not eine Abwechslung im Alltag. Denn gerade älteren und armutsbetroffenen Menschen macht im Sommer besonders die Hitze und die Einsamkeit zu schaffen. Während bei den Klimaoasen in Wien vor allem die Abkühlung im Vordergrund steht, geht es in den geöffneten Pfarrgärten in Niederösterreich eher um den gemeinsamen Austausch und den Kontakt zu anderen Menschen.

Man trifft sich zu Lesungen, zum Essen oder einfach nur, um beisammen zu sein. Willkommen sind in den Gärten jedoch alle Menschen, heißt es bei der Caritas – egal welcher Herkunft, welchen Alters oder welcher sozialen Gruppe sie angehören.

Wunsch nach Gesellschaft

Einer der geöffneten Gärten befindet sich etwa in der Pfarre Rannersdorf in Schwechat (Bezirk Bruck an der Leitha). Rund 20 Besucher sowie freiwillige Helferinnen trafen dort zu einem gemeinsamen Nachmittag zusammen. Zu Besuch war hier auch Klaus Schwertner, Caritasdirektor der Erzdiözese Wien. „Wir haben letztes Jahr die Idee gehabt, dass wir nicht nur im Winter die Wärmestuben offenhalten, sondern im Sommer auch Klimaoasen in den Gärten von Pfarren anbieten wollen."

Gerade während der Coronavirus-Krise war Einsamkeit ein großes Thema. "Menschen haben in Zeiten der Pandemie das Bedürfnis, wieder miteinander ins Gespräch zu kommen“, erklärt Klaus Schwertner den Hintergrund der Aktion. „Die Gärten mit den schattigen Plätzen bieten sich da gut an. Sie bieten auch Abkühlung in den immer heißer werdenden Sommern.“

Menschen feiern gemeinsam im Garten
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Die Pfarrgärten sind für alle geöffnet, die nach mehr als einem Jahr Pandemie wieder Gesellschaft suchen

Bis jetzt sind die Klimaoasen in etwa gleich gut besucht wie im vorigen Jahr. „Alleine heuer wurden bis jetzt rund 1.800 Gäste gezählt. Wir sehen, dass der Bedarf an diesen gemeinsamen Treffen da ist“, so Klaus Schwertner weiter. Letztes Jahr trafen sich insgesamt 3.000 Menschen und mehr als 220 ehrenamtliche Unterstützerinnen und Unterstützer. Heuer findet die Aktion in neun niederösterreichischen und elf Wiener Pfarren statt. Die Klimaoasen sind noch bis zum Ende September geöffnet.