Politik

Krems: Künftig nur klimafreundliche Beschlüsse

Krems will künftig alle Stadtsenats- und Gemeinderatsanträge auf ihre Auswirkungen auf das Klima prüfen. Das hat der Gemeinderat beschlossen. Damit will die Stadt klimafreundlicher werden.

Wird ein Gebäude in Krems etwa mit fossiler Heizung oder hohem Stromverbrauch geplant, dann schlägt ein Computerprogramm künftig Alarm und zeigt dem Sachbearbeiter Alternativen auf. Das könnten etwa ein Heizsystem auf erneuerbarer Basis, Ökostrombezug oder eine bessere Wärmedämmung sein. Die Computer-Software wurde von der Stadt Krems gemeinsam mit der Energie- und Umweltagentur des Landes entwickelt, heißt es seitens der Stadt.

Kern des Tools ist ein Fragenkatalog. Die Beurteilung erfolgt durch zwölf übergeordnete Fragen in verschiedenen Kategorien, wie zum Beispiel fossile Energie, Autoverkehr, Versiegelung oder bauen. Anhand der Antworten nimmt die Software selbstständig eine Einstufung des möglichen CO2-Effekts vor.

Nach der Überprüfung zeigt eine sogenannte „Beschlussampel“ ob Handlungsbedarf besteht, dann leuchtet die Ampel rot. Ein Prüfbericht wird der Stadtpolitik zur Beratung vor der Beschlussfassung beigelegt und soll künftig auch das Bewusstsein der Mandatare zum Thema Auswirkungen auf das Klima schärfen.

Baden hat schon seit 2019 „Klima-Ampel“

In Baden gibt es bereits seit 2019 einen solchen Beschluss. Alle Vorhaben des Stadt- und Gemeinderats werden seitdem auf ihre Klimarelevanz geprüft. Ebenso mit einem Ampelsystem werden die Maßnahmen geprüft und eingeordnet – entweder als Maßnahme mit einem positiven Aspekt, als neutrale Maßnahme oder als Maßnahme mit einem negativen Einfluss auf das Klima. Vorhaben, die einen Einfluss auf die Steigerung des Energieverbrauchs, den CO2-Ausstoß oder den Klimawandel haben, seien laut Homepage der Stadt Baden zu begründen und nach Möglichkeit durch andere Maßnahmen zu kompensieren.