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ÖVP Niederösterreich
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Politik

Einbußen durch 2-G: Hilferuf an den Bund

Auch, wenn der Wohlstand in Niederösterreich bundesweit am Höchsten sei, entstanden durch die Pandemie neue Krisensituationen, betonte die ÖVP am Freitag – vor allem in der Gastronomie nach der Einführung von 2-G. Die ÖVP richtet einen Hilferuf an den Bund.

Die Vertreter aller Teilorganisationen der ÖVP betonten, wie gut Niederösterreich durch die Krise gekommen sei. Nur Wirtschaftsbund-Direktor Harald Servus warnte vor Problemen in den Krisenbranchen, wie etwa bei Friseuren, Fitnessstudios und vor allem in der Gastronomie. Deren Umsatz sei durch 2-G zum Teil um die Hälfte eingebrochen, meinte Servus und fordert daher Hilfe durch den Bund.

„2-G in der Gastro löste eine Flut an Stornierungen aus. Wir hören im Bund immer, dass es ein Wirtschaftswachstum von mehr als vier Prozent gebe – ja, eh, aber nicht über alle Branchen“, so Servus. „Wir richten einen Appell an den Bund, diesen betroffenen Branchen zu helfen – durch Umsatzersatz und weitere Kurzarbeitsmodelle.“

„Drohendes Massensterben in Krisenbranchen“

Servus spricht von einem drohenden Massensterben in den Krisenbranchen. „Was jetzt nicht passieren darf, wenn die Gastro jetzt weiter Umsatz verliert, dass die ohnehin dünn gesäten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in andere Bereiche ausweichen“, so der Direktor des Wirtschaftsbundes.

Schon länger kämpft die Wirtschaft mit einem anderen Problem, dem Arbeitskräftemangel. Deshalb werde derzeit ein Sechs-Punkte-Programm ausgearbeitet, damit dieser Mangel den Wirtschaftsaufschwung nicht bremse, so der Wirtschaftsbund-Direktor.

Von diesen aktuellen Entwicklungen abgesehen sei Niederösterreich aber mittelfristig besser als die meisten anderen Bundesländer durch die Krise gekommen, betonte ÖVP-Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner. Die Arbeitslosenquote sei so niedrig wie seit zehn Jahren nicht mehr, das prognostizierte Wirtschaftswachstum liege mit 4,8 Prozent für 2021 und auch 2022 über dem Bundesschnitt.

Höchstes Haushaltseinkommen aller Länder

Dazu komme erstmals eine höhere Investition in den öffentlichen Verkehr als in den Straßenverkehr und der CO2-Ausstoß sei seit 2005 um 19 Prozent reduziert worden – mehr als in allen anderen Bundesländern, sagte Ebner.

Das alles wirke sich auf den Wohlstand im Land aus: „Wir haben mit 10,3 Prozent die niedrigste Armutsgefährdung Österreichs und gleichzeitig das höchste Haushaltseinkommen aller Bundesländer mit 47.233 Euro im Schnitt, das ist um 3000 Euro höher als der Bundesdurchschnitt.“ Im Sinne einer landesweiten Kampagne zum Landesfeiertag betonte Ebner: „Nirgends lebt es sich so gut wie in Niederösterreich.“