Franz Schnabl bei der Hauptversammlung der Samariter
Cristoph Lipinsky
Cristoph Lipinsky
chronik

Schnabl als Samariterbund-Präsident bestätigt

Fast 200 Delegierte des Samariterbundes aus ganz Österreich haben sich am Samstag in St. Pölten getroffen und über den Bundesvorstand abgestimmt. Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl (SPÖ) wurde mit 92,4 Prozent der Stimmen als Präsident im Amt bestätigt.

Nicht nur 190 Delegierte aus allen Bundesländern sind am Donnerstag zur Hauptversammlung des Samariterbundes ins VAZ St. Pölten gekommen, im Rahmen einer Leistungsschau präsentierten die Landesorganisationen eine Palette an Einsatzmöglichkeiten: vom Abseilen in Katastrophenfällen über Elektro-Quads bis hin zu Motorradstaffeln.

Bei der Hauptversammlung des Samariterbundes wurden dann Bundesvorstand und Präsidium gewählt: Mit 92,4 Prozent der Stimmen wurde Franz Schnabl als Präsident bestätigt. Die Arbeit der letzten Jahre sei von der Coronavirus-Pandemie geprägt gewesen, so Schnabl: „Sich ständig ändernde Rahmenbedingungen, unvorhersehbares Arbeitsaufkommen und die Preissteigerungen bringen das Rettungswesen an die Grenzen.“

Leistungsschau im VAZ St. Pölten
Cristoph Lipinsky
Bei einer Leistungsschau wurden die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten des Samariterbundes vorgeführt

Schnabl fordert CoV-Bonus für Rettungssanitäter

Der Samariterbund sei seit Beginn der Coronavirus-Pandemie in den Krisenstab der Bundesregierung involviert und an mobilen Testungen, Teststraßen und Einrichtungen für Verdachtsfälle, Kontaktpersonen sowie CoV-positive Fälle involviert, heißt es in einer Pressaussendung. Mit Extra-Rettungs-Teams, um noch mehr Transporte durchführen zu können, Spezialfahrzeugen für Intensiv-Transporte und speziell geschultem Notfall-Personal habe der Samariterbund wesentlich dazu beigetragen, die Krise zu meistern.

Vor diesem Hintergrund forderte Schnabl einen CoV-Bonus für Rettungssanitäterinnen und -sanitäter. „Wir sind noch lange nicht über den Berg, was die Gemeinschaft, die Gesellschaft, die Republik, auch die Herausforderungen für die einzelnen Organisationen betrifft“, so Schnabl. Gleichzeitig würde der Krieg in der Ukraine die Hilfsorganisation vor neue Herausforderungen stellen.

Franz Schnabl bei der Hauptversammlung der Samariter
Cristoph Lipinsky
Schnabl ist seit 2004 Präsident des Arbeiter-Samariterbundes

Angebot im Pflege- und Sozialbereich ausbauen

Herausfordernd sei auch der Pflege- und Sozialbereich, hier wolle der Samariterbund sein Angebot ausbauen, sagt Schnabl und verweist auf bereits realisierte Projekte: „Wie Pflege gehen kann, zeigen etwa die neun Pflegekompetenzzentren des Samariterbundes im Burgenland und in der Steiermark. Mehrfache Auszeichnungen, eine große Nachfrage und eine hohe Arbeitszufriedenheit geben unserem Pflegemodell recht.“