Neue ÖBB-Doppelstockgarnitur DOSTO
ÖBB/Steinberger
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Verkehr

Horn erhält Direktzug nach Wien

Bund und Land investieren gemeinsam mit den ÖBB in den Ausbau der Franz-Josefs-Bahn. Horn erhält damit eine Direktverbindung in die Bundeshauptstadt. Die Fahrzeit nach Wien soll dann eine Viertelstunde kürzer dauern. Auch Gmünd profitiert vom Ausbau.

Seit 1870, also seit über 150 Jahren, verbindet die Franz-Josefs-Bahn die Stadt Wien mit dem Waldviertel. Bis 2029 soll die Strecke modernisiert werden. Land und Bund investieren rund 355 Millionen Euro in die Infrastruktur. Insbesondere im 119 Kilometer langen Streckenabschnitt Absdorf-Hippersdorf (Bezirk Tulln) – Gmünd sind zahlreiche Baumaßnahmen geplant. Beispielsweise werden die Gleisanlagen auf Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h ausgelegt und zweigleisige Abschnitte geschaffen.

Judith Engel, Vorständin der ÖBB-Infrastruktur AG, ist überzeugt: „Mit der Modernisierung der Franz-Josefs-Bahn schaffen wir die Voraussetzungen für eine deutliche Verbesserung im Fahrplan.“ Durch die Bauvorhaben soll der geplante Takt von maximal einer Stunde eingehalten werden können. Zu Stoßzeiten sollen auch halbstündliche Verbindungen möglich sein.

Schnellere Anbindung an Wien

Auf der Strecke von Gmünd nach Wien werden Fahrgäste dann rund zehn Minuten kürzer unterwegs sein, von Horn in die Bundeshauptstadt geht es dann auch dank der künftigen Direktverbindung um eine Viertelstunde schneller.

„Mit dem Ausbaupaket der Franz-Josefs-Bahn geht für die Waldviertlerinnen und Waldviertler ein großer Wunsch in Erfüllung. Mit einer umsteigefreien Verbindung von Horn nach Wien und einer Fahrzeitverkürzung von bis zu 15 Minuten schaffen wir einen Meilenstein im Öffentlichen Verkehr für das gesamte Waldviertel“, zeigt sich Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) erfreut.

Mit der Horner Direktanbindung über Sigmundsherberg kann künftig zusätzlich zu den Direktzügen aus Horn auch ein Anschluss an den Waldviertel-Sprinter nach Wien mit einem Umstieg und 65 Minuten Fahrzeit angeboten werden.