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Növog/Knipserl
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Verkehr

„Problembahnübergang“ wird gesichert

Nach drei Unfällen mit der Mariazellerbahn seit November 2021 soll die Eisenbahnkreuzung Grünsbach künftig besser gesichert werden. Geplant sind eine Schrankenanlage sowie zusätzliche Lichtzeichen. Auch ein Tempolimit steht im Raum.

Im Zuge der Verkehrsverhandlung am 9. September wurde seitens des Amtssachverständigen für Eisenbahntechnik und -betrieb festgelegt, dass die Eisenbahnkreuzung Grünsbach (Bezirk St. Pölten) entschärft werden muss. Künftig sollen eine Schrankenanlage sowie zusätzliche Lichtzeichen in beiden Fahrtrichtungen Abhilfe verschaffen.

Die Planungen dazu laufen bereits, die diesbezügliche Projektierung der Niederösterreich Bahnen ist der Eisenbahnbehörde bis 31. Oktober vorzulegen. Die Gemeinde Hofstetten-Grünau erhofft sich im Bereich der Eisenbahnkreuzung zudem eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 70 km/h. Aktuell gilt auf der B39 Tempo 100.

Der Bahnübergang Grünsbach soll nach mehreren Unfällen besser gesichert werden
Niederösterreich Bahnen / Google Maps
Der Bahnübergang Grünsbach soll nach mehreren Unfällen besser gesichert werden

Drei Unfälle seit November

Seit November 2021 sind an dem Bahnübergang drei Verkehrsunfälle mit der Mariazellerbahn passiert. Eine Pkw-Lenkerin übersah den Zug und kam dabei ums Leben. Im Juni wurde der Fahrer eines Futtermitteltransports bei einer Kollision verletzt und erst im Juli krachte ein St. Pöltner mit seinem Pkw in die Bahn.

„Seit 2015, als die Stopptafeln durch Lichtzeichen getauscht wurden, ist es schlechter geworden. Dabei waren wir am Anfang noch froh, dass Lichtzeichen angebracht wurden“, schildert Bürgermeister Arthur Rasch (ÖVP). Nach der ungewöhnlichen Häufung der Unfälle gebe es jetzt dringenden Handlungsbedarf.