Containerschiff im Hafen
skeeze/Pixabay
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wirtschaft

2021: Exportbilanz auf neuem Hoch

Das Vorjahr war für Niederösterreich das beste Exportjahr der vergangenen zehn Jahre. Das besagt eine von Land, Industriellenvereinigung und Wirtschaftskammer in Auftrag gegebene Studie. Waren im Wert von 25 Milliarden Euro wurden 2021 exportiert.

Zu verdanken sei das den mehr als 10.000 niederösterreichischen Unternehmen, die ihre Produkte ins Ausland exportieren. Dabei hänge jeder fünfte Arbeitsplatz und jeder zweite erwirtschaftete Euro mit der Exportwirtschaft zusammen, betonte Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger (ÖVP) bei der Präsentation der Studie am Mittwoch.

Jede zusätzliche Milliarde, um die man den Export steigern würde, schaffe rund 15.000 Arbeitsplätze, hieß es. „Deswegen ist es wichtig, dass Niederösterreich sich im Exportbereich breit aufstellt, neue Märkte mit Exportpotential lokalisiert und regelmäßig neu evaluiert“, so Danninger. Gelingen soll das auch mit Hilfe von internationalen Messen. Hierfür stelle man nun im Rahmen des im Vorjahr gestarteten Impulsprogramms „Messe4Wirtschaft“ eine halbe Million Euro an Fördermitteln zur Verfügung, um heimischen Betrieben diese Messeauftritte zu ermöglichen.

ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki, WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger, IV-NÖ Präsident Thomas Salzer, Studienautor Christian Helmenstein –
NLK Pfeiffer
ecoplus Geschäftsführer Helmut Miernicki, WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker, Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger, IV-NÖ Präsident Thomas Salzer, Studienautor Christian Helmenstein (v.l.)

Zu den neuen Märkten, die in den nächsten Jahren erschlossen werden sollen, gehören insbesondere Skandinavien und Ost-Deutschland. Aber auch Fernmärkte wie Indien oder Südkorea, wolle man in Zukunft verstärkt mit Produkten aus der chemischen, pharmazeutischen und elektronischen Industrie aus Niederösterreich beliefern, wurde bei der Präsentation unterstrichen.

Leistbare Energie und stabile Lieferketten

Damit niederösterreichische Betriebe auf dem Weltmarkt weiter eine relevante Rolle spielen, seien aber sichere Rahmenbedingungen für die Exportwirtschaft nötig, erläuterte Thomas Salzer, Präsident der Industriellenvereinigung Niederösterreich: „Um dort zu bestehen und die restlichen Potentiale auszuschöpfen, brauchen die heimischen Produktionen leistbare Energie und stabile Lieferketten. Jedes weitere EU-Handelsabkommen mit außereuropäischen Ländern ist ein dringend benötigter Wachstumsimpuls“, so Salzer.

Eine ähnliche Meinung vertritt auch Wirtschaftskammerpräsident Wolfgang Ecker: „Um im Außenhandel auch künftig erfolgreich zu sein und Wohlstand sowie Arbeitsplätze schaffen und sichern zu können, braucht es verbesserte Rahmenbedingungen auf den Exportmärkten.“ Darüber hinaus müsse man sich um die Nachbarländer in Mittel-, Ost- und Südost-Europa bemühen, wo im ersten Halbjahr zum Teil überdurchschnittlich hohe Exportsteigerungen erzielt wurden, hieß es.