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Chronik

Sicherheitsdebatte in Wr. Neustadt

Vor zwei Wochen hat die Vergewaltigung einer 13-Jährigen auf der Toilette eines Wiener Neustädter Lokals für Aufregung gesorgt, kurz danach der Raubüberfall auf eine 19-Jährige in ihrer Wohnung. Die SPÖ Wr. Neustadt hat nun eine Sicherheitsdebatte angeregt.

Man könne nicht mehr tatenlos zusehen, sondern müsse endlich handeln. Mit diesen Worten wird SPÖ-Vizebürgermeister Rainer Spenger in einer Aussendung zitiert. Darin ist auch von zahlreichen weiteren Delikten die Rede. Etwa von einer „unerträglichen Situation“ am Bahnhof Wiener Neustadt und „ständigen“ Vandalismusschäden.

Auf Initiative der SPÖ tage am Montagnachmittag der Sicherheitsbeirat. Hier wolle man die Vorschläge einbringen. Der Plan des Stadtvizes beinhaltet die umgehende personelle Aufstockung der Polizei durch den Innenminister, die Wiederinstallierung des Wachzimmers am Bahnhof bis Juni 2023 und die Prüfung einer zusätzlichen – temporär besetzten, in einem der leer stehenden Lokale untergebrachten – Wachstation am Dom- oder Hauptplatz.

SPÖ pocht auf Wiedereinführung des Sicherheitsdienstes

Weiters will Spenger eine „amtliche Kontrolle der Eintrittskontrollen bei den Nachtlokalen und Bars“, die Wiedereinführung des Sicherheitsdienstes zur Unterstützung der Exekutive, verpflichtende Präventionsworkshops an den Volks- und Mittelschulen der Stadt sowie Gratis-Sicherheitstrainings für Frauen.

Laut dem ÖVP-Klubsprecher Matthias Zauner habe man gleich nach der Vergewaltigung der 13-Jährigen den Sicherheitsbeirat einberufen. Wichtig sei es, sich den Fall anzusehen und daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Es gäbe keine massive Zunahme an Straftaten. Das zeige die Kriminalitätsstatistik. In einer großen Stadt wie Wiener Neustadt verzeichne man aber naturgemäß mehr Delikte als in einem kleinen Dorf, so Zauner.