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Wirtschaft

Lohnverhandlungen der Metaller starten

Die erste Lohnverhandlung der Metalltechnischen Industrie geht am 25. September über die Bühne. Schon im Vorfeld haben die Metaller deutlich gemacht, dass sie mehr wollen „als nur Schnittlauch am Brot“, die Industrie sieht wenig Spielraum.

Es gehe um eine „gute Lohnerhöhung“, weil sich viele wegen der hohen Inflation das Leben nicht mehr leisten könnten, sagte im Vorfeld der ersten Kollektivvertragsverhandlungen der Landesgeschäftsführer der niederösterreichischen Produktionsgewerkschaft (PRO-GE), Patrick Slacik. Man sei zuversichtlich, was eine Einigung betrifft, schließe aber auch Maßnahmen wie Betriebsverhandlungen bis zu Streiks nicht aus.

Den Beschäftigten gehe es um ein Lohnplus, das der Durchschnittsinflation der letzten zwölf Monate entspricht – das wären 9,6 Prozent. Dazu komme noch ein Teil, der den sogenannten Produktivitäts-Fortschritt widerspiegle. Wie hoch die Lohnforderungen also genau seien, werde erst bekanntgegeben, so Slacik. In jedem Fall wolle man mehr als „Schnittlauch am Brot“ anstreben – etwa im Hinblick auf die von der Wirtschaft angekündigten Einmalzahlungen.

Unternehmen pochen auf sichere Arbeitsplätze

Die Fachgruppe der Metalltechnischen Industrie sieht den Verhandlungen mit Sorge entgegen. Der Produktionswert sei im ersten Halbjahr 2023 um 5,5 Prozent niedriger gewesen als im Vorjahr. Auch die Auftragseingänge seien um 18 Prozent zurückgegangen, die Personalkosten hingegen überproportional gestiegen.

Von den Verhandlern der Arbeitnehmerseite erwarten die Unternehmensvertreter, „Verantwortung für den Erhalt der Arbeitsplätze zu übernehmen“. Gemeinsam müsse man durch die derzeitige Krise gehen und diese bestreiten, betonte der Fachgruppenobmann der Metalltechnischen Industrie der Wirtschaftskammer Niederösterreich, Veit Schmid-Schmidsfelden. Weitere Verhandlungsrunden der Metaller sind für 2., 9. und 20. Oktober geplant.