Pferde
Anna-Marleen Marchetti/ORF
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Chronik

Pferde als wichtige Therapie-Unterstützung

Der Steinbacherhof in Ernstbrunn (Bezirk Korneuburg) ist eines von vielen sozialen Projekten von „Licht ins Dunkel“. Mit viel Herz wird dort Therapie mit Pferden angeboten. Das hilft den Klientinnen und Klienten enorm bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit.

Im vergangenen Jahr wurden mit „Licht ins Dunkel“ etwa 37 Millionen Euro an Spenden gesammelt. Eines der Projekte, das mit dem Geld unterstützt wurde, war der Steinbacherhof in Ernstbrunn. Dort wird pferdegestützte Therapie und Selbsterfahrung mit Pferden für Menschen mit Behinderung angeboten.

Einige Klientinnen und Klienten würden bereits seit vielen Jahren kommen, erzählte Doris Waldhäusl, Gründerin und Leiterin des Steinbacherhofs, gegenüber noe.ORF.at. Barbara Seltenhammer etwa beschäftigte sich schon als Kleinkind mit Pferden. Die 21-Jährige lebt seit ihrer Geburt mit dem Downsyndrom.

„Zauberwelt“ am Pferdehof

Pferde würden das Selbstbewusstsein und Vertrauen stärken, wie Barbaras Eltern im Gespräch mit noe.ORF.at schildern. „Die Pferde sind wirklich ganz toll ausgebildet und die Kinder können sehr vertrauensvoll mit den Tieren umgehen,“ so Astrid Seltenhammer, Mutter von Barbara. Barbaras Vater, Hermann Seltenhammer, ergänzte: „Ich habe es sehr schön gefunden, wie jemand beim letzten Fest gesagt hat: ,Es ist ein Zauberwald’. Da dürfen die Kinder und Erwachsenen eintauchen und man ist in einer anderen Welt.“

Versammlung
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Beim Empfang wurde das Projekt vorgestellt

Um den Spenderinnen und Spendern zu danken, initiierte der ORF Niederösterreich gemeinsam mit dem Land Niederösterreich ein Fest. Neben der Präsentation des Reitstalls wurden Urkunden an Spenderinnen und Spender verteilt. „Ich glaube, Licht ins Dunkel ist nur so stark, wie seine Spenderinnen und Spender es zulassen – und da können wir uns jedes Jahr aufs Neue auf die vielen, vielen Menschen im Land als Kleinspender, aber auch auf die Großspenderinnen und -spender verlassen“, sagte Alexander Hofer, Landesdirektor des ORF Niederösterreich.

Über die vielen Spenden, die jährlich von den Österreicherinnen und Österreichern eingebracht werden, zeigte sich auch Mario Thaler, Geschäftsführer von „Licht ins Dunkel“ dankbar: „Das Besondere daran ist, dass so viele Leute mitmachen. Das heißt, die Solidarität ist enorm für die Aufgaben, die wir das ganze Jahr erfüllen – nämlich viele Projekte zu unterstützen. Über 450 waren es im letzten Jahr.“

Band
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Band „Bauchgefühl“ aus dem Retzer Land

Während der Veranstaltung sorgte die niederösterreichische Band „Bauchgefühl“ aus dem Retzer Land (Bezirk Hollabrunn) für Stimmung. Mit Liedern wie „Do kummt die Sunn“ und „Ich entscheid mich für die Liebe“ begleiteten sie den Nachmittag in Ernstbrunn.

Philosophie von „Licht ins Dunkel“

„Licht ins Dunkel“ ist ein Verein, der sich seit über 50 Jahren für Menschen mit Behinderungen und sozialer Benachteiligung einsetzt. Der Verein leistet außerdem Soforthilfe für Familien, die unverschuldet in Not geraten sind.

Sendungshinweis

„Die Gala für Licht ins Dunkel“ findet am 18. November 2023 um 20.15 Uhr auf ORF 2 statt. Sie ist der Auftakt für die heurige Spendensammlung.

„Licht ins Dunkel“ organisiert zahlreiche Aktionen wie den bekannten Spendentag am Heiligen Abend, ist darüber hinaus aber auch das restliche Jahr aktiv. Die Idee stammt ursprünglich aus dem Landesstudio Niederösterreich. Dort wurden am 24. Dezember 1973 im Rahmen einer Radiosendung, in der zu Spenden für ein Behindertenprojekt aufgerufen wurde, 33.854 Schilling gesammelt.