Das „Traummännlein“ feiert Geburtstag: Peter Gruber wird 65

Er ist Intendant der Nestroy-Spiele Schwechat, Schauspieler, Regisseur und Sprecher: Peter Gruber, der am Freitag seinen 65. Geburtstag feiert. Gruber war außerdem mehr als zwei Jahrzehnte lang die Stimme des „Traummännleins“ im ORF-Radio.

Dass die Sendung eingestellt wurde, findet der gebürtige Wiener und Vater von vier Kindern schade, immerhin seien es „einfache, kleine Geschichten“ gewesen, die nicht von Action bestimmt waren, erklärte der Großneffe Gustaf Gründgens’ der APA.

Ensembleszene aus "Freiheit in Krähwinkel" im Wiener Volkstheater, Regie: Peter Gruber.

APA/Kelly Schöbitz

Nestroys „Freiheit in Krähwinkel“ am Wiener Volkstheater in der Inszenierung von Peter Gruber.

Auf Theaterbühnen und in Fernsehstudios

Am 23. September 1946 geboren, studierte Gruber nach seiner Matura am Akademischen Gymnasium Wien am Max-Reinhardt-Seminar Schauspiel und Regie. Neben Engagements als Darsteller in Wien, Düsseldorf, Oberhausen, Zürich, den Salzburger Festspielen oder den Ruhrfestspielen war er auch in TV-Produktionen von ORF, ZDF und BBC zu sehen.

Auch seine Regietätigkeit führte Gruber an verschiedene Spielorte, darunter Klagenfurt, Salzburg, Bregenz, Düsseldorf, Oberhausen und Zürich. In Wien war er am Volkstheater, der Volksoper, dem Theater an der Wien, dem Theater in der Josefstadt, Schauspielhaus und Ensembletheater als Regisseur tätig.

Kroetz, Strauß, Schwab - und Nestroy

Zu seinem inszenierten Repertoire gehören neben Autoren wie Edward Bond, Caryl Churchill, Franz Xaver Kroetz, Botho Strauß oder Werner Schwab immer wieder Stücke von Johann Nepomuk Nestroy, die er allen voran in den seit 1973 von ihm geleiteten Nestroy-Spielen Schwechat jedes Jahr von einer engagierten Laientruppe erfolgreich aufführen lässt.

Sendungshinweis:

„NÖ Heute“, 22. September 2011

Vor drei Jahren war er bei „Umsonst“ auch wieder selbst als Schauspieler auf der Bühne zu sehen, für ihn damals eine „willkommene Gelegenheit, einmal selber in den Ring zu steigen“. Schon 2006 meinte er: „Spielen könnte mir mit gewissen Regisseuren durchaus wieder Spaß machen...“

Kainz-Medaille und Landes-Kulturpreis

Für seine Arbeit wurde Gruber, der im April dieses Jahres mit Helmut Korherrs Stück „Voll fett“ an der Bühne im Hof in St. Pölten nach eigenen Angaben ein „hingerotztes Musical“ auf die Beine stellte, u.a. zweimal mit der Kainz-Medaille für die beste Regie (1974 „Musketiere“, 1984 „Mephisto“) ausgezeichnet. 2009 erhielt er den Kulturpreis des Landes Niederösterreich in der Sparte Darstellende Kunst.

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