Mit dem Segway durch die Weingärten

Segways gehören mittlerweile zum Bild vieler Touristenregionen. In der Wachau darf man mit den Gefährten nicht nur entlang der Donau fahren, mehrere Touren führen von Spitz an der Donau (Bezirk Krems) auch ins Gelände.

Ungewöhnliche Orte, außergewöhnliche Menschen: Jeden Donnerstag stellen die ehemalige SOKO-Kitzbühel-Kommissarin Kristina Sprenger und Schriftsteller Alfred Komarek abwechselnd in der Rubrik „Aufgespürt“ in der Fernsehsendung „Niederösterreich heute“ (19.00 Uhr, ORF2-N) Ausflugsziele in Niederösterreich vor. noe.ORF.at mit dem Überblick:

Eine Segway-Tour durch die Wachauer Weingärten

Segways gehören mittlerweile zum Bild vieler Touristenregionen. In der Wachau darf man mit den trendigen Gefährten nicht nur entlang der Donau fahren, sondern mehrere Touren führen von Spitz an der Donau (Bezirk Krems) auch ins Gelände. Ausgangspunkt für die geführten Segwaytouren ist das Strandcafé von Thorsten Busch an der Donaulände.

Segway Tour Wachau Weingärten

ORF/Koppensteiner

Kristina Sprenger (vorne) war mit dem Segway rund um Spitz unterwegs

Für das Segwayfahren gibt es einige Voraussetzungen: Die Teilnehmer müssen mindestens zwölf Jahre alt sein und außerdem mindestens 45 Kilogramm bzw. maximal 117 Kilogramm auf die Waage bringen.

6.000 Raritäten in einem Stadel

Die Schultasche seiner Großmutter, ein altes Radio seines Vaters oder den Roller, den er als Kind zu Weihnachten geschenkt bekommen hat. Über Jahrzehnte hinweg hat Emmerich Grath aus Röschitz (Bezirk Horn) Gegenstände aus dem Alltag gesammelt. Einige davon sind mittlerweile zur Rarität geworden.

„Seit meiner Schulzeit habe ich unbewusst Dinge aufgehoben, weggelegt und am Dachboden gelagert, bis unter die Dachlatten. Wenn Sie so wollen, bin ich also auch selbst ein Stück meiner Ausstellung“, erzählt Grath beim Besuch von noe.ORF.at in seinem Raritätenmuseum in Röschitz. Zu sehen sind u.a. eine Rechenmaschine, Schulhefte, ein Kinderfahrrad oder auch sein erstes Moped.

Raritätenmuseum Röschitz Emmerich Grath Alfred Komarek

ORF/Koppensteiner

Alfred Komarek und Emmerich Grath (v.l.) im Raritätenmuseum in Röschitz

Im Museum des mittlerweile pensionierten Tischlers sind aber auch 100 Jahre Radiogeschichte dokumentiert: vom Quartzdetektor aus den 20er-Jahren - „den hat mein Vater eigenhändig gebaut und er funktioniert noch immer“ - bis hin zum ersten Tonbandaufnahmegerät.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf altem Handwerk: „Wir haben im Museum Originalwerkzeug ausgestellt - vom Schmied, Tischler und Zimmermann bis hin zum Schuster und Sattler“, so Grath. Das Museum ist nur mit einer Führung zu besichtigen. Dabei lässt Grath so manches alte Handwerk wieder lebendig werden - indem er beispielsweise in die Rolle eines alten Schusters schlüpft.

Bouldern in der alten Fabrik

In Herzogenburg (Bezirk St. Pölten) haben die Naturfreunde in einer leerstehenden, alten Fabrik eine Boulderhalle eingerichtet. Im sogenannten „Kraftwerk“ finden am Dienstag und Mittwoch Kurse für Kinder und Jugendliche statt, am Samstag und Sonntag ist die Halle für alle Sportbegeisterten geöffnet.

„Der Name ‚Kraftwerk‘ ist dadurch entstanden, dass wir direkt an einem Wasserkraftwerk liegen, und er hat natürlich eine Bedeutung für das Klettern, weil man auch Kraft zum Klettern braucht“, erklärt die Leiterin der Sektion Sportklettern der Naturfreunde Herzogenburg, Manuela Dorwekinger.

Bouldern Kraftwerk Herzogenburg

ORF/Koppensteiner

Kristina Sprenger (M.) im „Kraftwerk“ in Herzogenburg

Die Naturfreunde haben die Boulderhalle gemeinsam mit Firmen aus der Region und den Eltern der Kinder aufgebaut, finanziert wurde sie mittels Crowdfunding. Die Eröffnung fand im November 2016 statt. „Wir haben viele kletterbegeisterte Kinder und Jugendliche in der Umgebung und wollten ihnen einen Rahmen geben, damit sie zum Klettern kommen“, sagt Dorwekinger.

Doch was ist nun genau der Unterschied zwischen Klettern und Bouldern? „Beim normalen Klettern klettert man am Seil, man ist mit dem Seil gesichert, weil es viel höher ist. Beim Bouldern hat man die dicken Matten am Boden. Wenn man runterspringt, kann also auch nichts passieren“, erklärt Manuela Dorwekinger. Die Halle in Herzogenburg ist 3,30 Meter hoch, grundsätzlich klettert man beim Bouldern ohne Seil auf bis zu 4,50 Meter.

Der Kaiser von Wienings

In Wienings in der Gemeinde Groß-Siegharts (Bezirk Waidhofen an der Thaya) haben Friedrich und Eveyln Jares dem letzten Habsburgerkaiser Österreichs, Franz Joseph, ein beachtliches Denkmal gesetzt. Im Kaisermuseum im ehemaligen Dachstuhl des Hauses sind mittlerweile um die 5.000 Objekte ausgestellt: vom Porzellan über Pfeifen, Aschenbecher, Uhren bis hin zu Streichholzschachteln, die das Gesicht des Kaisers ziert. Die Sammlung zeigt Franz Joseph aber nicht nur als Kaiser, sondern auch als Kind, Soldat, Familienoberhaupt und Jäger.

Kaisermuseum Wienings Alfred Komarek Friedrich und Evelyn Jares

ORF/Koppensteiner

Friedrich Jares, Alfred Komarek und Evelyn Jares (v.l.) im Kaisermuseum in Wienings

Friedrich Jares hatte im Alter von 15 Jahren begonnen, Objekte zu sammeln, die das Gesicht des Kaisers trugen. Der Grund dafür: „Weil der Kaiser meinem Großvater ähnlich geschaut hat“, erzählt der heute 72-Jährige. Nach dem Besuch der Ausstellung werden Gäste in der Kaiser-Konditorei mit Kaffee und Kuchen verköstigt. Friedrich und Eveyln Jares treten zudem mit ihrer „Historischen Gruppe Wienings“ bei Veranstaltungen als Kaiserpaar auf.

Schneeschuhwandern am Hochbärneck

Im Flachland ist er Ende Februar schon großteils verschwunden, auf den Bergen liegt aber noch immer jede Menge Schnee. Schneeschuhwandern ist somit noch möglich - zum Beispiel am Hochbärneck, einer Alm in der Gemeinde St. Anton in der Jeßnitz (Bezirk Scheibbs). Schneeschuhwanderern stehen drei beschilderte Routen zur Verfügung, die längste dauert bis zu zwei Stunden.

Schneeschuhwandern Hochbärneck Kristina Sprenger

ORF/Koppensteiner

Kristina Sprenger beim Schneeschuhwandern auf dem Hochbärneck

Das Schneeschuhwandern war früher ein Hilfsmittel im Alltag, um nicht im tiefen Schnee einzusinken. Mittlerweile ist es zum Trend im Winter geworden. „Mein Vater ist früher damit gegangen, bevor sie Ski bekommen haben, damit sie überhaupt außer Haus gehen konnten“, sagt Naturvermittler Franz Höbarth. „Aus dieser Notwendigkeit von früher ist jetzt eine Sport- und Bewegungsart geworden, das Schneeschuhwandern.“

Die Schneeschuhe kann man sich im Almgasthaus am Hochbärneck - dem Start und Ziel der Wanderung - gegen Gebühr ausborgen. Wer bei der Tour von einem Naturvermittler begleitet werden möchte, kann diesen über den Naturpark Ötscher-Tormäuer buchen.

Sendungshinweis

„Niederösterreich heute“, 14.3.2019

Die Rubrik „Aufgespürt“ läuft jeden Donnerstag in der Fernsehsendung „Niederösterreich heute“ (19.00 Uhr, ORF2-N). Die ehemalige „SOKO Kitzbühel“-Kommissarin Kristina Sprenger und Schriftsteller Alfred Komarek präsentieren abwechselnd ein besonderes Ausflugsziel bzw. geben einen Erlebnistipp für das bevorstehende Wochenende - mehr dazu in Von „SOKO Kitzbühel“ zu „NÖ heute“.