Internet-Mobbing unter Schülern nimmt zu

Jeder sechste Schüler zwischen zehn und 14 ist Opfer von Mobbingattacken im Internet. Das belegen neue Zahlen der nö. Fachstelle für Gewaltprävention. Wichtig ist, rechtzeitig mit den Jugendlichen darüber zu sprechen, sagen Experten.

Soziale Netzwerke im Internet gehören für die meisten Jugendlichen zum Alltag. Wie im realen Leben üben Schüler immer häufiger untereinander Gewalt aus. Mobbing gehört für viele Schüler dazu, entweder als Täter oder als Opfer.

„Es werden Merkmale gesucht, die dann aufgegriffen werden, etwa ‚du bist groß, du bist klein, du bist dick oder du bist dünn‘“, sagt Christoph Hofbauer, Hauptschullehrer aus Himberg.

Bei einem Symposium in St. Pölten diskutierten 300 Lehrer, Sozialpädagogen und Schulpsychologen über Wege und Strategien, um mit diesem negativen Trend umzugehen.

„Selbstbewusstsein stärken“

„Bereits im Kindergarten sollte die Individualität und das Selbstbewusstsein jedes einzelnen gestärkt werden. Bin ich als Mensch selbstbewusst und sicher, habe ich wenig Grund zu mobben und kann Mobbing entgegentreten“, sagt die Sozialpädagogin Alexandra Paszkiewicz.

Entscheidend ist auch, dass Eltern und Lehrer auf die Signale achten, die von Jugendlichen kommen: „Man muss diese Sachen ernst nehmen, bevor es zu Konsequenzen führt, weil man in die Leute nicht reinschauen kann.“ Es geht darum, sich Zeit zu nehmen und zuzuhören.