NÖ-Wahl: Neun Listen kämpfen um 56 Sitze

Niederösterreich wählt am 3. März einen neuen Landtag. Die Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten waren in einer „NÖ heute“-Interviewserie zu Gast und sprachen über ihre Ziele für die Wahl und die Inhalte, für die sie sich einsetzen möchten. Ein Überblick.

Über die neue Zusammensetzung des 56 Mandatare umfassenden Landtags entscheiden bei der Wahl am 3. März 1.403.808 Menschen. Der Frauenanteil beträgt 51,7 Prozent. So viele Wahlberechtigte gab es in Niederösterreich bei einer Landtagswahl noch nie - mehr dazu in Wahlrecht, Briefwahl: Service zur NÖ-Wahl.

Landtag von Niederösterreich, Sitzungssaal

ORF

Neun Listen wollen in den niederösterreichischen Landtag

Es kandidierten auch noch nie so viele Parteien und Listen bei einer Landtagswahl, nämlich neun. Die Landtagsparteien ÖVP, SPÖ, FPÖ und Grüne treten landesweit an, ebenso das Team Stronach. In 19 von 21 Bezirken steht die KPÖ zur Wahl, die Mutbürger treten in 13 Bezirken an. Die Christliche Partei wird in vier Bezirken auf den Stimmzetteln vertreten sein und die Piraten in einem - mehr dazu in Landtagswahl: Neun Listen treten an.

Pröll denkt nicht an Verlust der „Absoluten“

Sollte Landeshauptmann Erwin Pröll (ÖVP) nach der Landtagswahl im Amt bleiben, will er sein Regierungsteam unverändert lassen. Mit dem Gedanken, die absolute Mehrheit zu verlieren, setzt er sich nicht auseinander. „Das würde der Blockade Tür und Tor öffnen" - mehr dazu in Pröll denkt nicht an Verlust der „Absoluten“.

Leitner will „neue politische Kultur“

Eine „neue politische Kultur“ ohne Untergriffe, ein totales Spekulationsverbot und die Verantwortung über den Arbeitsmarkt - mit diesen Zielen geht der Spitzenkandidat der SPÖ, LH-Stv. Josef Leitner, in den Wahlkampf. „Ich spüre, dass die Menschen Veränderung wollen" - mehr dazu in Leitner will „neue politische Kultur“.

Rosenkranz: „Keine Arbeitserlaubnis für Asylwerber“

Zum zweiten Mal tritt Barbara Rosenkranz als Spitzenkandidatin der FPÖ bei der Landtagswahl an. Im „NÖ heute“-Interview spricht sie sich für Grenzkontrollen, mehr direkte Demokratie und gegen eine Arbeitserlaubnis für Asylwerber aus - mehr dazu in Rosenkranz: „Keine Arbeitserlaubnis für Asylwerber“.

Petrovic: „Mehr Geld für öffentlichen Verkehr“

Bei der letzten Landtagswahl 2008 erreichten die Grünen vier Mandate. Die grüne Spitzenkandidatin Madeleine Petrovic fordert u. a. den Ausbau des öffentlichen Verkehrs und ein Ende der Veranlagungen des Wohnbaugeldes - mehr dazu in Petrovic: „Mehr Geld für öffentlichen Verkehr“.

Stronach: „Möchte Ordnung reinbringen“

Bei der Landtagswahl am 3. März tritt erstmals auch das Team Stronach in Niederösterreich an. Spitzenkandidat ist Frank Stronach selbst, der im „NÖ heute“-Interview heftige Kritik an Erwin Pröll (ÖVP) übt. Ein prozentuelles Wahlziel nennt er nicht, er möchte „Ordnung reinbringen“ - mehr dazu in Stronach: „Möchte Ordnung reinbringen“.

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