Prozess wegen „gefälschter“ Eier

Ein Frisch-Ei-Hersteller aus dem Mostviertel muss sich ab heute wegen schweren Betruges in St. Pölten vor Gericht verantworten. Dem Mann wird vorgeworfen, in seinem Betrieb Eier mit einem falschen Haltbarkeitsdatum versehen zu haben.

Im Betrieb des beschuldigten Unternehmers im Bezirk Amstetten sollen innerhalb von vier Monaten mehr als 28 Millionen Eier mit einem falschen Haltbarkeitsdatum versehen worden sein, sagt Franz Cutka vom Landesgericht in Sankt Pölten. Der Mann soll die Eier danach an Großhändler weiterverkauft haben. Konsumenten und Händlern sei dadurch ein Schaden von mindestens 500.000 Euro entstanden.

Der 35-Jährige aus dem Bezirk Amstetten bestreitet die Vorwürfe. Laut Staatsanwaltschaft soll er aber bewusst Eier aus Deutschland und Italien mit Eiern aus seiner eigenen Legehalle vermischt und mit dem Sortierdatum versehen haben, obwohl für die Berechnung der 28-tägigen Mindesthaltbarkeit das Legedatum entscheidend sei, so Cutka. Der Mann muss sich wegen schweren Betruges verantworten. Ein Urteil in dem Prozess wird für Mittwoch erwartet.