Prozess nach Millionencoup mit Goldmünzen

Nach einem Millionendiebstahl von Gold- und Silbermünzen des Superfund-Gründers stehen zwei Männer am Mittwoch in Wiener Neustadt vor Gericht. Den beiden Angeklagten wird schwerer Einbruchsdiebstahl vorgeworfen.

Im Dezember des Vorjahres wurde Superfund-Gründer Christian Baha in Niederösterreich Opfer eines Millionendiebstahls. Baha hatte offenbar in seinem Anwesen in Lanzenkirchen (Bezirk Wiener Neustadt) Gold- und Silbermünzen von einem langjährigen Mitarbeiter verstecken und einbetonieren lassen. Der Schatz sei dann plötzlich weg gewesen - mehr dazu in Millionendiebstahl bei Superfund-Gründer Baha (noe.ORF.at; 3.12.2016).

87 Kilogramm Gold- und 50 Kilogramm Silbermünzen

Am Mittwoch müssen sich zwei Angeklagte im Landesgericht Wiener Neustadt verantworten. Sie sollen den Diebstahl verübt haben. Die beiden Angeklagten sollen insgesamt 87 Kilogramm Gold sowie 50 Kilogramm Silbermünzen im Wert von mehr als 2,6 Millionen Euro gestohlen haben, indem sie unter anderem im Schlosspark vergrabene und von einem geschlossenen Betongebilde ummantelte Gold- und Silbermünzen händisch ausgruben. Sie sollen das Betongehäuse laut Anklageschrift gewaltsam geöffnet und die Münzen an sich genommen haben.

Schloss Frohsdorf in Lanzenkirchen

ORF/Gernot Rohrhofer

Das Schloss Frohsdorf des Superfundgründers in Lanzenkirchen

Außerdem soll der Erstangeklagte Vermögensbestandteile, die aus dem oben beschriebenen Verbrechen herrühren, verborgen haben. Er soll 1,3 Millionen Euro in Gold- und Silbermünzen in einem Schließfach in einer Bank in Tirol versteckt haben. Die Anklage der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt lautet auf schweren Einbruchsdiebstahl. Außerdem müssen sich die zwei Männer wegen des Verbrechens der Geldwäscherei verantworten. Ihnen droht eine Strafe von mindestens einem, maximal zehn Jahren Haft.