IST Austria soll bis 2026 doppelt so groß werden
Das Weizmann-Institut südlich von Tel Aviv ist eines der weltweit führenden Forschungsinstitute für Biologie, Physik, Chemie und Computerwissenschaften. Die Delegation aus Niederösterreich rund um Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) besuchte die Einrichtung im Zuge eines Israel-Aufenthalts am Montag.

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Das Weizmann Institut in Israel
Waldviertler studiert am Weizmann-Institut
Unter den Studierenden und Forschern des Weizmann-Instituts sind auch Österreicher, wie etwa der Waldviertler Jonathan Bayerl. „Ich habe circa fünf Jahre in Wien studiert und habe dann gemerkt, dass mein größter Traum ist, in einer der weltweit führenden Gruppen zu forschen“, so Bayerl. Thomas Vogl aus Graz sagt: „Mein Ziel ist es, wieder nach Österreich zurückzukehren und das Know-how, das ich hier erworben habe, nach Österreich zu bringen.“

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Haim Harari (l.) führte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landtagspräsident Hans Penz, ÖVP-Klubobmann Klaus Schneeberger und Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav durch das Institut
Einer der führenden Männer am Weizmann Institut ist Haim Harari, der langjährige Präsident des IST-Austria-Exekutivkomitees. Er nimmt auch wesentlich an der Entwicklung des IST Austria in Maria Gugging teil. Vor zehn Jahren wurde die Forschungseinrichtung in Niederösterreich gegründet.
Harari: „Hohe Qualität soll erhalten bleiben“
Beim Treffen in Israel unterstrich Harari, wie wichtig es sei, dass Bund und Land die Finanzierung des IST Austria bis 2026 sichergestellt haben. „Dann soll das Institut mehr oder weniger doppelt so groß sein wie derzeit. Jetzt sind dort 40, 50 Forschungsgruppen, dann sollen es 80 bis 100 sein“, sagte Harari, „es soll an mehr Forschungsfeldern gearbeitet werden. Zudem soll die hohe Qualität erhalten bleiben - viel besser kann sie nicht werden, denn sie ist jetzt schon exzellent.“

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Vor dem ältesten Computer Israels, einer Entwicklung des Weizmann-Institutes in den 1950er Jahren
Mikl-Leitner: „Israel ist ein großes Vorbild“
Für das Land Niederösterreich sei die Vergrößerung eine wesentliche Entwicklung, sagte Mikl-Leitner. „Unsere Aufgabe ist es, Niederösterreich in einer digitalen Welt zu positionieren. Dazu braucht es Innovation und Forschung“, so Landeshauptfrau Mikl-Leitner, „Israel ist das Land, in dem Innovation und Forschung zu Hause sind. Das heißt, wir werden weiterhin in Innovation und Forschung investieren, und da ist Israel ein ganz großes Vorbild.“
Es soll im IST Austria in Maria Gugging daher weiterhin deutliche Investitonen aus öffentlichen Mitteln geben. Aber auch Private werden nach wie vor investieren, deren Engagement spielt in Israel eine besondere Rolle.