Die Zugvögel sind zurück

Wenn die Zugvögel zurückkommen, ändert sich der Klang im eigenen Garten oder im Park schlagartig und wird vielfältiger. noe.ORF.at hilft, die wichtigsten Vogelarten an ihrem Gesang zu erkennen.

„Amsel, Drossel, Fink und Star“, heißt es im bekannten Kinderlied. Nicht alle Zugvögel sind bereits zurückgekehrt, aber doch einige. Andere sind gar nicht fortgeflogen. Und dann gibt es noch jene, die bei uns überwintert haben und sich jetzt langsam wieder in ihre Heimat in Skandinavien oder Russland aufmachen.

Jene Zugvögel, die jetzt schon nach Niederösterreich zurückgekehrt sind, gehören üblicherweise zu den sogenannten Teilziehern oder Kurzstreckenziehern. Aber auch von den Langstreckenziehern, die mehr als 4.000 Kilometer weit gereist sind, konnten schon einige wieder in Niederösterreich beobachtet werden. So hat eine Userin kürzlich berichtet, in Schrems den ersten Weißstorch gesehen zu haben, auch in Melk ist bereits ein Storch gelandet, berichtet Birdlife Österreich. Unter den Zugvögeln, die bereits wieder zurück sind gehören zu den bekanntesten:

Der Star zum Anhören:

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Der Star, ein echter Star

Er ist nach Auskunft von Birdlife Österreich bereits wieder nach Niederösterreich zurückgekehrt. Er gehört neben der Amsel zu den bekanntesten Vögeln überhaupt und ist so wie die Amsel häufig am Boden anzutreffen, wo er nach Nahrung sucht. Er ist aber kleiner und kurzschwänziger als die Amsel. Im Frühling ist sein Gefieder außerdem weiß gepunktet. Am leichtesten sind Stare zu erkennen, wen sie in riesigen „schwarzen Wolken“ nach Süden aufbrechen. Stare können übrigens auch Zivilisationsgeräusche nachahmen, es gibt also Tiere, die so zwitschern, wie etwa ein Handy läutet.

So klingt der Storch:

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Der Weißstorch ist bereits gelandet

Das Aussehen des Weißstorchs ist unverkennbar und typisch. Er bezieht jedes Jahr sein altes Nest, das er früher meist auf Bäumen, mittlerweile aber bevorzugt auf alten Rauchfängen oder Dächern errichtet hat. Er gehört zu jenen Vögeln, die eigentlich nicht singen können. Die Jungtiere gebe klagende Bettellaute von sich, ansonsten hört man bestenfalls ein kurzes Zischen, wenn der Storch aufgeregt ist. Der Storch verständigt sich durch Klappern mit dem Schnabel, sowohl während der Balz als auch um seinen Partner zu begrüßen oder um Nestkonkurrenten zu vertreiben.

Weißstorch Storch Marchegg

Alfred Krappel

Schon wird eifrig am Nest gebaut

Das Trillern der Feldlerche:

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Die Feldlerche: So klingt der Frühling

Die Feldlerche ist seit Ende Februar von ihrem Winterquartier zurück in Niederösterreich. Rein optisch ist sie mit ihrem braun-grau gefleckten Gefieder völlig unauffällig. Das ändert sich aber, sobald sie ihre Stimme erhebt. „Es war die Nachtigall und nicht die Lerche“ schrieb schon Shakespeare in „Romeo und Julia“. Der endlose trillernde und jubilierende Gesang der Lerche gehört zu einem Frühlingmorgen in der Natur wohl einfach dazu und gilt vielen als der Frühlingsbote schlechthin.

Der Gesang das Rotkehlchens:

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Ein Zugvogel, der manchmal bleibt

In milden Winter überwintert das Rotkehlchen gerne in Niederösterreich obwohl es eigentlich zu den Zugvögeln gehört, berichtet Birdlife Österreich. Am leichtesten erkennt man das oft recht zutrauliche Rotkehlchen an seinem typischen roten Brustfleck. Sein Gesang ist nicht ganz so leicht zu erkennen wie der der Lerche, dafür aber oft auch noch in der späten Dämmerung zu hören.

„Konzert“ des Rotschwanzes:

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Der „frühe“ Hausrotschwanz

Noch vor Sonnenaufgang beginnt der Hausrotschwanz zu singen. Sein Gefieder ist vorne und an den Seiten dunkelgrau, nur die Schwanzfedern sind rotbraun gefärbt. Er lebte ursprünglich im Gebirge, ist aber als Kulturfolger mittlerweile auch gern in größeren Städten anzutreffen. Sein Gesang, dessen Beschreibungen von „gepresst knirschend“ bis „heiser gequetscht“ reichen, leitet das morgendliche Vogelkonzert ein.

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