SKN in der Krise: Lederer hofft auf Verstärkungen

15 Spiele ohne Sieg, zehn Punkte Rückstand auf das rettende Ufer: Für den SKN St. Pölten wird die Situation in der Fußball-Bundesliga immer prekärer. Trainer Oliver Lederer hofft deshalb auf Verstärkungen in der Winterpause.

Seit mehr als einem halben Jahr wartet St. Pölten auf einen Sieg. Die letzten drei Punkte konnte der SKN am 13. Mai gegen Mattersburg holen. Obwohl die Mannschaft mit zehn Punkten Rückstand am Tabellenende liegt, ist Trainer Oliver Lederer immer noch „hundertprozentig der Überzeugung, dass die Mannschaft besser ist, als es der Tabellenstand im Augenblick vermuten lässt.“

Dennoch tauscht sich der SKN-Coach laufend mit Sportdirektor Markus Schupp über mögliche Verstärkungen im Winter aus. „Wir müssen uns sicher über den Kader unterhalten. Der ein oder andere Spieler, der noch nicht so gezeichnet von der Situation ist, könnte uns gut tun, denn im Augenblick ist es von den Punkten her nicht genug.“

Schupp sieht Handlungsbedarf im Angriff

Nur vier Zähler konnte der SKN aus den ersten 15 Saisonspielen holen. Lediglich zehn Treffer gelangen dabei. Sportdirektor Markus Schupp sieht deshalb vor allem im Angriff Handlungsbedarf. „Uns fehlt es auf den Außenbahnen an Tempo und an Spielern, die Eins-gegen-Eins-Situationen positiv lösen, damit wir gefährlich vors Tor kommen.“

SKN Sankt Poelten vs WAC Wolfsberg
GEPA pictures/ Martin Hoermandinger

Solche Spieler sind allerdings nicht leicht zu finden. Noch dazu müssen sie ins - im Ligavergleich gesehen eher magere - Budget passen. „Beim finanziellen Etat sind wir am Ende aller Vereine. Da muss man beim Kauf von Spielern kreativ sein.“

Trotz der fast aussichtslosen Lage hat Schupp die Hoffnung auf eine Aufholjagd noch nicht aufgegeben. „Wir sind momentan, wie in der Formel 1, auf dem letzten Platz, aber wir wissen, in der Formel 1 gibt es schnell Wendungen in eine andere Richtung und die gibt es im Fußball auch.“

Lederer will Relegation vermeiden

Hoffnung darf dem SKN die heuer einzigartige Situation machen, dass der Tabellenletzte nicht fix absteigt, sondern über die Relegation die Chance hat, in der Liga zu bleiben. Darauf will sich Oliver Lederer aber nicht verlassen. „Ich glaube nicht, dass es eine recht lässige Situation ist, wenn du als Tabellenletzter gegen den Dritten der Ersten Liga zwei Relegationsspiele austragen musst. Im Augenblick ist es noch zu früh darüber zu reden. Aber der ein oder andere wird den Plan sicher in der Schublade haben.“

Oliver Lederer  bei SKN Sankt Poelten vs WAC Wolfsberg
GEPA pictures/ Walter Luger

Fünf Runden stehen bis zur Winterpause noch auf dem Programm, beginnend mit dem Auswärtsspiel gegen Altach am Samstag. Lederers Plan für sportlich gesehen schöne Weihnachten: „Es wird Zeit für den ersten Dreier. Wenn möglich würden wir bis dahin gerne noch den zweiten und dritten Dreier folgen lassen. Je mehr Punkte unter dem Christbaum liegen desto fröhlicher werde ich sein.“

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