MedAustron am Weg zum Vollbetrieb

Beim Krebsbehandlungszentrum MedAustron folgt in den kommenden Monaten die nächste Etappe am Weg zum Vollbetrieb. Im zweiten Behandlungsraum wird künftig eine neue Therapiemethode angeboten.

Krebspatientinnen und -patienten können bei MedAustron derzeit in zwei Behandlungsräumen mit einem horizontalen Therapiestrahl behandelt werden. Der Strahl kommt also gewissermaßen aus der Wand. Neu ist nun, dass Patienten in einem der beiden Räume auch mit einem vertikalen Strahl - also einem, der von oben kommt - behandelt werden können. Damit können etwa Tumore neben dem Rückenmark oder im Beckenbereich gezielt therapiert werden. Dieser Schritt soll in den kommenden Monaten umgesetzt werden.

Neuer Behandlungsraum Medaustron
Kästenbauer/Ettl
In einem Behandlungsraum wird bald ein vertikaler Strahl eingesetzt

Anfang 2019 wird dann der dritte und letzte Raum in Betrieb gehen. Dort wird eine bewegliche Strahlungseinheit installiert. Der Protonenstrahl kann damit aus jedem beliebigen Winkel kommen.

Ziel: 1.000 Patienten pro Jahr

Im vergangenen Jahr wurden bei MedAustron etwa 100 Patientinnen und Patienten behandelt. 2020 sollen es bis zu 1.000 pro Jahr sein. Eine Therapie in dem modernen Krebsbehandlungs- und forschungszentrum kostet pro Patient im Schnitt 33.000 Euro. Die Kosten werden von der Krankenkasse übernommen - mehr dazu in Sozialversicherung bezahlt MedAustron-Therapie (noe.ORF.at; 27.6.2017).

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