Gallhuber holt im Teambewerb Silber

Österreichs alpines Ski-Team mit der Göstlingerin Katharina Gallhuber hat bei der olympischen Premiere des Mixed-Teambewerbs bei den Winterspielen in PyeongChang die Silbermedaille gewonnen.

Im Finale gab es gegen den Olympiasieger Schweiz eine 1:3-Niederlage. Norwegen sicherte sich nach einem 2:2 im kleinen Finale gegen Frankreich aufgrund der besseren Zeit die Bronzemedaille.

Im Finale brachte Katharina Liensberger Österreich gegen Denise Feierabend zunächst in Führung, Michael Matt mit einem Torfehler, Katharina Gallhuber mit der knapp schwächeren Zeit und Marco Schwarz mit einem Ausfall verloren ihre Duelle aber jeweils.

Olympische Spiele Pyeongchang Teambewerb Gallhuber
APA/AFP/Martin Bernetti
Freude über die Silbermedaille: Marco Schwarz, Michael Matt, Manuel Feller, Katharina Liensberger, Katharina Gallhuber und Stephanie Brunner (v.l.)

Nach Doppel-Olympiasieger Marcel Hirscher werden von seinen Alpinkollegen auch Michael Matt und Katharina Gallhuber die Winterspiele in Südkorea mit zwei Medaillen verlassen. Für das Klingeln um den Hals sorgen jeweils Bronze vom Spezialslalom und Silber vom Teambewerb. Bei der jungen österreichischen Mannschaft war die Freude über die gemeinsame Medaille riesig.

Matt: „Nervös war ich nicht“

„Auf jeden Fall ist das schön, wenn es klingelt. Innerhalb von zwei Tagen zwei Medaillen, das ist schon eine coole Sache“, sagte der 24-jährige Matt. „Nervös war ich nicht. Ich wusste, wir müssen gegen die Schweden Vollgas geben, das ist mir sehr gut gelungen, das war auch Laufbestzeit des Tages. Wir haben einen guten Job gemacht, das war ein cooler Event.“ Bereits im Viertelfinale wartete der Angstgegner, nach dem klaren 4:0 ging es rasant bis in den Gold-Fight.

Die jeweils 20-jährigen Gallhuber und Liensberger bewiesen starke Nerven und gewannen bis zum Finale all ihre Läufe, Liensberger hielt sich auch dort schadlos. „Ich wollte meine Leistung konstant ins Ziel bringen, das ist mir definitiv gelungen. Ich hatte eine Riesenfreude, das eröffnen zu dürfen, und habe mit einer Anspannung im Ziel mit den anderen mitgefiebert. Ich freue mich riesig, dass es ein Happy End gegeben hat“, meinte die Vorarlbergerin Liensberger.

Olympische Spiele Pyeongchang Teambewerb Gallhuber
APA/AFP/Javier Soriano
Katharina Gallhuber (l.) gewann ihren Lauf gegen Anna Swenn Larsson (r.)

Souverän bog sie ihre Läufe runter, die Nervösität war aber da. „Klar, man kämpft ja für das ganze Team. Und die Anspannung war bei jedem spürbar. Dass ich jeden Lauf gewinnen konnte, freut mich natürlich persönlich.“ Im Viertelfinale gab sie mit der Schwedin Frida Hansdotter der Olympiasiegerin das Nachsehen.

Gallhuber: „Richtig cool, Wahnsinns-Spiele!“

„Das ganze Team hat starke Leistungen gezeigt. Da ist uns das Motto ’Einer für alle, alle für einen" gut aufgegangen. Es ist etwas Besonderes, man ist ja sonst immer Einzelsportler und Einzelkämpfer. Es ist umso schöner, sich mal mit anderen mitzufreuen und mit dem ganzen Team die Silbermedaille zu feiern“, sagte Gallhuber, die sich dafür bedankte, dass man sogar eine Startrampe im Training zur Verfügung gehabt hatte.

„Richtig cool, dass wir unseren Angstgegner Schweden besiegt haben. Für mich waren es mit der Bronzemedaille im Slalom schon Wahnsinns-Spiele. Das ist ein brutal schöner Abschluss, dass ich jetzt mit zwei Medaillen heimfliege, ist für mich echt verrückt. Ich glaube, daheim ist die Hölle los“, fügte die Niederösterreicherin an.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) gratulierte der Silbermedaillengewinnerin: „Zwei Medaillen bei den ersten olympischen Spielen sind eine unglaubliche Glanzleistung." Gallhuber habe mit ihren Leistungen auch gezeigt, dass sie „die Tradition der erfolgreichen Skifahrerinnen und Skifahrer aus Niederösterreich nahtlos fortsetzt“, so Mikl-Leitner.

SPÖ-Landesparteivorsitzender Landesrat Franz Schnabl schrieb über die „weitere Top-Vorstellung des Teams aus Österreich“: "Ein großer Dank – speziell an Katharina Gallhuber –, die die Medaillensammlung niederösterreichischer Sportlerinnen und Sportler bei Großereignissen weiterwachsen lässt.“

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