Nach Brand in Pizzeria: Zehn Männer vor Gericht

In Wien beginnt der Prozess gegen zehn Männer, die für einen Brandanschlag auf eine Pizzeria in Hollabrunn verantwortlich gemacht werden. Unter anderem sind die Besitzer angeklagt. Sie sollen die Brandstiftung in Auftrag gegeben haben.

Am 13. März 2017 kam es in der Pizzeria zu einer heftigen Explosion. Das Lokal brannte damals vollständig aus. Autos, die in der Nähe geparkt waren, wurden beschädigt. Außerdem mussten 20 Wohnungen evakuiert werden. Wie die Brandermittler später herausfanden, war das Feuer gelegt worden.

Versicherungsbetrug als Tatmotiv

Im Landesgericht Wien müssen sich ab Dienstag neben acht Männern aus Tschetschenien auch die Besitzer der Pizzeria verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, die Tschetschenen mit der Brandstiftung beauftragt zu haben, um eine sechsstellige Versicherungssumme abzukassieren. Die Rede ist von 250.000 Euro.

Nachdem der Plan in die Tat umgesetzt war, sollen die Besitzer von den Tschetschenen erpresst worden sein. Den Männern wird deshalb neben des schweren Betruges, der Urkundenunterdrückung und diverser Suchtmitteldelikte allen voran Brandstiftung und schwere Erpressung vorgeworfen. Im Falle einer Verurteilung drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Urteile erst Mitte April

Neben dem Prozessauftakt am Dienstag sind bereits zahlreiche weitere Verhandlungstage anberaumt. Für das gesamte Gerichtsgebäude wurde ein generelles Film- und Fotoverbot verhängt. Mit Urteilen ist frühestens Mitte April zu rechnen.

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