Die Stadt der Zukunft ist autofrei

Wie sehen Städte in der Zukunft aus? Darüber diskutieren in Schwechat derzeit 500 Experten bei der Konferenz „Re-mixing the city“. In der Stadt der Zukunft soll der Alltag ohne Auto bewältigt werden können. Eine kühne Vision, vor allem im autozentrierten Österreich.

Unsere Städte brauchen eine Trendumkehr, lautet der Tenor der Städteplaner. Im letzten Jahrhundert wurden Wohnen und Arbeiten in vielen Städten strikt voneinander getrennt. In der Fachsprache heißt das „Entmischung“.

Infolge wurde das Auto immer wichtiger, um diese oft Kilometer weit auseinander liegenden Orte miteinander zu verbinden, sagt Konferenzleiter Manfred Schrenk: „Dort, wo diese Entmischung am stärksten stattgefunden hat, in den amerikanischen Städten, haben wir schon längst den Trend, dass die Leute draufkommen, dass es Sinn macht, in den Stadtzentren zu wohnen. Dort haben wir inzwischen eine Gegenbewegung.“

Los Angeles bei Nacht

APA/EPA/Nelson

Los Angeles, Stadt der Autos

Vision: Autos aus Stadtzentren verbannen

Unser auto-dominierter Lebenswandel ist „out“, auch weil wir ihn uns weder wirtschaftlich noch ökologisch mehr leisten können, heißt es. "Es darf nicht notwendig sein, dass ich mich zur Deckung des täglichen Bedarfs in ein Auto setzen muss. Im Idealfall ist es so, dass das in meiner Umgebung stattfinden werden. Das heißt nicht, dass wir nicht riesige Städte haben werden, allerdings mit mehreren Subzentren“, sagt Schrenk.

So ein Subzentrum kann man sich als eine hochtechnologisierte, dorfähnliche Einheit der Wohn- und Arbeitswelt vorstellen, mit Nahversorgern, Schulen, Büros und Parks, in der man alles zu Fuß erledigen kann. Autos sollten spätestens bis 2050 aus den Städten verbannt sein und nur mehr für Überland-Fahrten eingesetzt werden. Ob die Autoindustrie und die Politik das allerdings auch so sehen sei dahingestellt.

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