Silvesterschwimmen in eiskalter Donau

Sich beim sogenannten Silvesterschwimmen in die eiskalten Fluten der Donau zu stürzen, ist bereits Tradition in Altenwörth (Bezirk Tulln). Dieses Jahr nahmen 48 Schwimmer teil und schwammen für den guten Zweck.

Bei etwa zwei Grad Luft- und drei Grad Wassertemperatur warfen sich 48 Silvesterschwimmerinnen und -schwimmer Samstagnachmittag in Altenwörth in die Fluten der Donau. Zuvor musste die Eisdecke aber erst durchbrochen werden. „Ich habe Samstagfrüh das Eis aufgeschlagen. Die Strecke vom Ufer zum Ziel, einer kleinen schwimmenden Insel, beträgt 16,5 Meter. Sie wird hin und retour geschwommen“, sagte Veranstalter Richard Werner gegenüber noe.ORF.at.

Silvesterschwimmen

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Es waren insgesamt 33 Meter, die es für die Schwimmer zu überwinden galt. Eisschollen hinterließen bei manchen Teilnehmern den einen oder anderen Kratzer auf der Haut. Der Veranstalter sprach von einer Mutprobe der besonderen Art. Die Reaktionen der Teilnehmer nach dem Schwimmen waren geteilt: Während die einen verwundert bemerkten, dass das Wasser sich wärmer anfühlte als gedacht, griffen die anderen, sobald sie wieder an Land waren, sofort zu den wärmenden Decken und Handtüchern.

Silvesterschwimmen in Altenwörth

48 Teilnehmer haben sich in Altenwörth für einen guten Zweck in die drei Grad kalten Fluten der Donau gestürzt.

Tradition seit vier Jahren

Die Idee für das Silvesterschwimmen in Altenwörth kam Richard Werner vor vier Jahren. Er wollte schon immer an einer derartigen Veranstaltung teilnehmen. Bei einem Spaziergang entlang der Donau beschloss er schließlich, es einmal auszuprobieren. „Mein Traum war zu Silvester beim Eisschwimmen mitzuschwimmen. Als ich einmal an der Stelle vorbeigekommen bin, habe ich mir gedacht, ich habe ja alles vor der Haustür. Mit vier Freunden habe ich es dann probiert.“

Aus den vier Freunden wurden schließlich 48 Teilnehmer und mittlerweile 500 Zuschauer. Sie beobachteten das Ereignis nicht nur eingehüllt in warmen Mänteln vom Ufer aus, sondern spendeten auch. 3.259 Euro wurden heuer durch die Spenden eingenommen, das Geld kommt einem Vater zweier Kinder zugute, der nach dem plötzlichen Tod seiner Frau schwer zu kämpfen hat.

Manuela Matl, noe.ORF.at

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