Die schnellsten Vögel am Heldenberg

Am Falkenhof am Heldenberg (Bezirk Hollabrunn) im Weinviertel zeigen die schnellsten Vögel bei Flugshows ihre Künste. Bei Workshops können zudem die Kleinsten zum Falkner oder zur Falknerin werden.

Ungewöhnliche Orte, außergewöhnliche Menschen: Jeden Donnerstag stellen die ehemalige SOKO-Kitzbühel-Kommissarin Kristina Sprenger und Schriftsteller Alfred Komarek abwechselnd in der Rubrik „Aufgespürt“ in der Fernsehsendung „Niederösterreich heute“ (19.00 Uhr, ORF2-N) Ausflugsziele in Niederösterreich vor. noe.ORF.at mit dem Überblick:

Die schnellsten Vögel am Heldenberg

Am Falkenhof von Marion und Mario Aigner am Heldenberg (Bezirk Hollabrunn) kann man die schnellsten Vögel täglich bei Flugvorführungen beobachten. 50 Tiere und dreizehn verschiedene Arten sind in der Greifvogelstation zu sehen. „Ich sehe das als Leidenschaft, Berufung und Lebenseinstellung, weil sich das ganze Leben um meine Greifvögel dreht“, sagt Mario Aigner.

Falkenhof Heldenberg Kristina Sprenger
ORF/Koppensteiner
Falkner Mario Aigner und Kristina Sprenger

Schon die Kleinsten können auf dem Falkenhof bei Workshops zum Falkner oder zur Falknerin werden. „Freilassen ist einfach, dass die Tiere zurückkommen schwieriger“, sagt Mario Aigner. „Man braucht sehr viel Zeit, sehr viel Training und eine Begabung, sich in das Tier hineinzufühlen.“

Die Weltrekordhalterin im Ostereier bemalen

Helga Schmid aus Kirchberg an der Pielach (Bezirk St. Pölten) ist amtierende Weltrekordhalterin im Ostereier bemalen. 1997 hatte sie 1.905 Eier in zwei Monaten gemalt, im Guiness Buch der Rekorde waren aber 800 Stück weniger vermerkt. „Das hat mich so geärgert, dass ich noch einmal einen Weltrekord gemacht habe“, erzählt Schmid. „Ich habe 4.515 Eier in eineinhalb Monaten bemalt.“

Ostereier Ausstellung Kirchberg an der Pielach Helga Schmid
ORF/Koppensteiner
Helga Schmid und Alfred Komarek

Heute interessieren sie die Zahlen nicht mehr, von den Ostereiern kann Helga Schmid aber nach wie vor nicht die Finger lassen. Jedes Ei, das sie anfertigt, ist ein Unikat. Die große Ostereierausstellung in ihrem Zuhause, einem alten Bauernhof in der Schwerbachgegend bei Kirchberg an der Pielach, kann man das ganze Jahr über besuchen.

Mit der Draisine durch das Weinviertel

Zwischen Asparn an der Zaya (Bezirk Mistelbach) und Ernstbrunn (Bezirk Korneuburg) kann man mit Fahrraddraisinen auf den Gleisen einer aufgelassenen ÖBB-Nebenbahn fahren. Die Strecke ist rund 13 Kilometer lang. Auf einer Draisine haben vier Personen Platz: zwei treten, zwei können es sich in der Mitte gemütlich machen.

Kristina Sprenger Schülerinnen Schüler Weinviertel-Draisine
Kristina Sprenger
Kristina Sprenger beim Draisinenfahren mit Schülerinnen und Schülern

Der höchste Punkt der Strecke liegt auf 290 Meter Seehöhe in Grafensulz, einer Katastralgemeinde von Ladendorf (Bezirk Mistelbach). Hier lädt die Draisinenalm mit ihren tierischen Bewohnern - mehreren Alpakas - zu einer Verschnaufpause ein.

Für die Strecke von Ernstbrunn bis Asparn an der Zaya ist nach Angaben des Betreibers eine reine Fahrzeit von etwa ein bis zwei Stunden je Richtung einzuplanen. Gefahren wird von April bis Mitte November an Samstagen, Sonntagen und Feiertagen. Für Gruppen sind nach Voranmeldung auch Fahrten unter der Woche möglich.

Draisine
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Fahrraddraisinen im Weinviertel

Der Personenverkehr auf der Bahnstrecke war 1988 eingestellt worden, der Güterverkehr ein Jahr darauf. Obwohl anfangs durchaus umstritten, startet die Weinviertel-Draisine mittlerweile bereits in ihre 13. Saison.

„Dirndl bliahn gschpian“ im Pielachtal

Die blühenden Dirndlsträucher sind im Pielachtal jedes Jahr die ersten Boten des Frühlings. Am letzten Wochenende im März sind Besucherinnen und Besucher eingeladen, nach Rabenstein an der Pielach (Bezirk St. Pölten) zum sogenannten „Dirndl bliahn gschpian“ zu kommen, was im Mostviertler Dialekt so viel wie „Dirndl blühen spüren“ heißt.

Dirndlblüte Pielachtal
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Alfred Komarek mit Naturvermittler Gottfried Auer (v.l.)

Ausgangspunkt für die geführten Wanderungen am Samstag und Sonntag ist das Hotel Steinschalerhof in Rabenstein. Gemeinsam mit Naturvermittlern macht man sich von dort auf die Spur der Dirndlblüte. Die Wanderung führt etwa auf den Geisbühel, der auch als „1.000-Dirndl-Berg“ bekannt ist. Die Tour dauert etwa drei bis vier Stunden.

Nach der Blüte der rund 60.000 Dirndlsträucher im Pielachtal dauert es noch bis August, bis die roten Früchte von den Bäumen fallen und anschließend händisch geerntet und verarbeitet werden. Mittlerweile wird aus den Dirndln vieles gemacht: Likör, Sirup, Marmelade, Essig, Senf, eingelegte Dirndl, aber auch Dirndlschokolade und Mehlspeisen.

Eine Segway-Tour durch die Wachauer Weingärten

Segways gehören mittlerweile zum Bild vieler Touristenregionen. In der Wachau darf man mit den trendigen Gefährten nicht nur entlang der Donau fahren, sondern mehrere Touren führen von Spitz an der Donau (Bezirk Krems) auch ins Gelände. Ausgangspunkt für die geführten Segwaytouren ist das Strandcafé von Thorsten Busch an der Donaulände.

Segway Tour Wachau Weingärten
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Kristina Sprenger (vorne) war mit dem Segway rund um Spitz unterwegs

Für das Segwayfahren gibt es einige Voraussetzungen: Die Teilnehmer müssen mindestens zwölf Jahre alt sein und außerdem mindestens 45 Kilogramm bzw. maximal 117 Kilogramm auf die Waage bringen.

Sendungshinweis

„Niederösterreich heute“, 11.4.2019

Die Rubrik „Aufgespürt“ läuft jeden Donnerstag in der Fernsehsendung „Niederösterreich heute“ (19.00 Uhr, ORF2-N). Die ehemalige „SOKO Kitzbühel“-Kommissarin Kristina Sprenger und Schriftsteller Alfred Komarek präsentieren abwechselnd ein besonderes Ausflugsziel bzw. geben einen Erlebnistipp für das bevorstehende Wochenende - mehr dazu in Von „SOKO Kitzbühel“ zu „NÖ heute“.