Angelika Hager: Ein Blick in die Männerwelt

Unter dem Pseudonym „Polly Adler“ verfasst Journalistin und Autorin Angelika Hager Kabarettprogramme und Kolumnen. Zuletzt hat sie sich für ihr neues Buch „Kerls“ intensiv mit der Psyche des Mannes auseinandergesetzt.

„Ich wollte einen Beitrag zur Geschlechterverständigung leisten“, erzählt die Niederösterreicherin. In der Radio Niederösterreich „Nahaufnahme“ mit Alice Herzog lässt sie in ihre eigene Welt blicken, als alleinerziehende Mutter, für die ihr Beruf immer gleichwertig wie das Familienleben war und ist.

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„Nahaufnahme“, 9.12.2018

„Ich habe meinen Beruf und das Muttersein immer gleichwertig gesehen“, erzählt Hager. Heute lebt ihr Tochter Stella in Berlin. „Ja, heute habe ich ein leeres Nest, aber die Zeit, die wir miteinander verbringen hat eine neue Qualität bekommen“, so die Journalistin und Autorin im persönlichen Interview, die sich auch als richtiger Fan der Vorweihnachtszeit entpuppt: „Ich genieße die Zeit jetzt, lade mir gerne Gäste ein und bin total im Kitschfieber“, so Hager, die derzeit mit Burgschauspielerin Maria Happel, Andrea Händler und Petra Morzé mit einem „Christmas-Special“ auf der Bühne des Wiener Rabenhoftheaters steht (Termine: 9.12. und 23.12.18).

Angelika Hager

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Angelika Hager in der „Nahaufnahme“ mit Radio NÖ-Moderatorin Alice Herzog

In der Radio Niederösterreich „Nahaufnahme“ erzählt sie auch über die Beweggründe für ihr neues Buch „Kerls“. „Es ist jetzt die Ruhe nach dem Sturm, die Zeit, in der man sich zusammensetzen kann und sich überlegen kann, was kann man besser machen, wo liegt der Haken“, so Hager über die abgeklungene „#metoo -Debatte“.

Jetzt sei es ihr ein Anliegen, in der ganzen Diskussion wieder an den Verhandlungstisch zurückzukehren: „Ich möchte mit dem Buch einen Beitrag leisten, damit wir Frauen die Psyche des Mannes einfach besser kennenlernen und auch verstehen lernen. Denn Männer sind nicht so, wie sie oft in der Klischeewelt dargestellt werden.“

Die „Nahaufnahme“ zum Nachhören:

Harald Krassnitzer: „Glück gehört dazu“

In der „Nahaufnahme“ mit Alice Herzog bezeichnet sich Krassnitzer als ein „sehr zufriedener Mensch.“ Er erzählt von seinen Anfängen als Schauspieler und dem Moment als Jugendlicher, als ihm klar wurde, dass er Schauspieler werden würde: „Das war als würde durch mich ein Blitz fahren und von dem Anfang an war klar, dass das mein Traum ist – und so war es dann auch.“

Alice Herzog und Harald Krassnitzer

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Alice Herzog im Gespräch mit Harald Krassnitzer

Krassnitzer spricht auch über seine bekannteste Fernsehrolle, den Tatort-Kommissar Moritz Eisner in der beliebten TV-Krimi-Serie „Tatort“ und seine Zusammenarbeit mit Schauspielerin Adele Neuhauser: „Wir sind einfach gut“, so Krassnitzer mit einem Augenzwinkern und erzählt über die vielen Gespräche, die einer neuen „Tatort“-Folge vorangehen.

Ehefrau ist zugleich „Managementzentrale“

In der „Nahaufnahme“ betont er auch, warum er sehr gerne nach Niederösterreich kommt. Hier hat er im Juli 2009 die deutsche Schauspielerin Ann-Kathrin Kramer geheiratet. „Sie ist unsere Managementzentrale“, streut er seiner Frau Rosen, wenn es um die Organisation des Familienlebens geht. Das Paar hat einen Sohn. Sein Zuhause sei dort, wo die Menschen sind, die ihm am nächsten stehen, sagt Krassnitzer, das sei in seiner Wahlheimat Deutschland genauso, wie an seinem Zweitwohnsitz in Mieming in Tirol.

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„Nahaufnahme“, 2.12.2018

Geboren wurde Harald Krassnitzer am 10. September 1960 in Gröding bei Salzburg. Parallel zu einer Lehre zum Speditionskaufmann genoss er von 1984 bis 1988 eine Schauspielausbildung an der Elisabethbühne in Salzburg. Es folgten Engagements am Grazer Schauspielhaus, am Wiener Volkstheater und am Staatstheater Saarbrücken. Nach seiner Rückkehr an das Wiener Volkstheater, wo er schließlich von 1992 bis 1995 engagiert war, zog es den Salzburger ins Fernsehen: Der Durchbruch gelang Krassnitzer 1997 als Nachfolger des bayerischen Schauspielers Gerhart Lippert als „Der Bergdoktor“.

Die „Nahaufnahme“ zum Nachhören:

Helnwein: „Ich würde alles anders machen“

Zum 70. Geburtstag war der weltweit erfolgreiche Künstler Gottfried Helnwein zu Gast in der "Nahaufnahme“. Er erzählte von seinen bisherigen Stationen in Wien, Irland und den USA und dem Bauernhof seiner Großeltern im Weinviertel. „Rückblickend würde ich alles anders machen und die Zeit besser nützen“, resümiert Gottfried Helnwein und fügt hinzu: „Mein Hauptwerk würde erst jetzt beginnen, das war alles erst ein Lernprozess bisher.“

Seine Neugier, aber auch seine Unzufriedenheit treiben ihn bis heute an, sagt Helnwein in der Radio Niederösterreich „Nahaufnahme“. Es gehe auch darum, Dinge sichtbar zu machen, die andere lieber unsichtbar bleiben lassen. In seine Heimat Österreich kehrt er regelmäßig zurück und meint sogar: „Je älter ich werde, spüre ich auch so eine Verbundenheit mit Österreich. Ich überlege auch, ob ich auch wieder einmal hier leben sollte.“

Gottfried Helnwein und Alice Herzog

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Gottfried Helnwein im Gespräch mit Alice Herzog

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„Nahaufnahme“, 25.11.2018

Seine Heimat Wien hat er bereits als Kind am liebsten in Richtung Weinviertel verlassen, erzählt der Künstler. In Staatz (Bezirk Mistelbach) bei seinen Großeltern am Bauernhof habe er sich am wohlsten gefühlt: „Alles, wovon man träumt, gab es dort. Jede Art von Tier, das beste Essen aller Zeiten. Es war wie im Paradies.“

Gottfried Helnwein erzählt auch von seiner eigenen großen Familie, mit der er seit vielen Jahren in Irland, aber auch in Los Angeles lebt. Er ist dreifacher Vater und vierfacher Großvater und alle seine Kinder sind Künstler geworden. „Meine Frau ist diejenige, die den ganzen Laden zusammenhält“, meint Helnwein. Künstlerisch beschäftigt er sich nach wie vor mit gesellschaftspolitischen Themen, darunter Gewalt gegenüber Frauen und Kindern. „Das war auch letztendlich der Grund, warum ich überhaupt Künstler geworden bin.“

Die „Nahaufnahme“ zum Nachhören:

Eine Familie im Dienst der Gesundheit

Das von Willi Dungl gegründete Gesundheitszentrum feiert sein 50-jähriges Bestehen. In der Radio Niederösterreich „Nahaufnahme“ erzählen die beiden Dungl-Töchter über ihre Familiengeschichte im Dienste der Gesundheit. Gesunde Ernährung spielte in ihrem Leben schon immer eine Rolle, erzählen Claudia Dungl und Andrea Dungl-Zauner, die Töchter des bekannten Gesundheitsexperten Willi Dungl. „Das war selbstverständlich für uns, wir kannten es gar nicht anders.“

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„Nahaufnahme“, 18.11.2018

Claudia Dungl leitet heute das Dungl-Zentrum in Wien: „Mein Vater war es auch, der mich für die Naturheilkunde begeistern konnte. Ich erinnere mich noch daran, wie wir das verletzte Ohr von Niki Lauda mit einem Beinwell-Wickel behandelt haben. Ich durfte damals die Abkochung machen. Da war ich natürlich sehr stolz.“

Dungl Schwestern

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Andrea Dungl-Zauner (l.) und Claudia Dungl (r.) im Radiostudio mit Alice Herzog

Claudia Dungl ist heute Expertin für Kräuterheilkunde und TCM, Andrea Dungl-Zauner leitet das Institut für Physikalische Medizin am Uniklinikum Krems und gründete an der Donau-Universität Krems die Abteilung für TCM und Komplementärmedizin. In der Radio Niederösterreich „Nahaufnahme“ sprechen sie auch über schwierige Zeiten, wie etwa die Hochwasserkatastrophe 2002, als das damalige chinesische Zentrum in Gars am Kamp überflutet wurde. „Hinfallen, aufstehen, Krone richten, weitermachen - das ist ein Leitspruch von mir“, sagt Claudia Dungl.

Beide betonen den starken Zusammenhalt in der Familie, aber auch als Schwestern. Heute gilt es, den Menschen im Informationsdschungel auch im Gesundheitsbereich den Weg zu weisen: „Wir haben verlernt, dass wir uns auch selbst helfen können“, sagt Andrea Dungl-Zauner im Gespräch mit Alice Herzog, „hier wollen wir die Richtung vorgeben und Menschen individuell begleiten.“

Die Nahaufnahme zum Nachhören: