Jordi: „Ich hatte auch sehr schwere Zeiten“

Seit mehr als 20 Jahren steht die Schweizerin Francine Jordi erfolgreich als Sängerin auf der Bühne. In der „Nahaufnahme“ spricht sie aber auch offen über ihre schwere Erkrankung, die sie besiegt hat.

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„Nahaufnahme“, 14.4.2019

Warum sie ihre Diagnose Krebs so lange geheim gehalten hat und ob sich ihr Leben nach ihrer Genesung verändert hat, erzählt sie in der Radio-Niederösterreich-„Nahaufnahme“ im Gespräch mit Alice Herzog. „Ich hatte eine schwierige Zeit durchzumachen, aber das war für mich auch, dass ich mir immer gesagt habe: Was ist das Positive? Es gibt in jeder Situation immer etwas Positives“, so Francine Jordi. „Mein Leben hat sich auch nicht um 180 Grad geändert, mir waren Familie und Freunde immer schon das Wichtigste.“

Francine Jordi

Roger Reist

Francine Jordi: „Ich bin ein Landei“

Hinter ihrem Markenzeichen, der glasklaren Stimme, steckt auch eine klassische Gesangsausbildung, die sie in ihrer Heimat, der Schweiz, absolviert hat. Dort ist sie auch heute noch zuhause und genießt die ländliche Umgebung: „Ja, ich bin ein Landei und am liebsten gehe ich mit meinem Hund spazieren“, erzählt sie in der „Nahaufnahme“. Ihre Krankheit hat sie überwunden. Heute strahlt Francine Jordi wie eh und je und freut sich auf ihre vielen Fans in Niederösterreich, die sie am Ostersonntag beim Grafenegger Frühling treffen wird.

Die „Nahaufnahme“ zum Nachhören:

Roland Kaiser: „Ich muss nicht, aber ich kann“

Seit 45 Jahren ist Schlagerstar Roland Kaiser im Showgeschäft. Nach einer schweren Krankheit hat er vor kurzem ein neues Album veröffentlicht. „Ich muss nicht, aber ich kann“, sagt Kaiser zu Gast bei Alice Herzog in der „Nahaufnahme“.

Mehr als 90 Millionen Tonträger hat Schlagerstar Roland Kaiser im Laufe seiner Karriere verkauft, doch ans Aufhören denkt der 66-Jährige nicht. Gerade eben ist sein neues Album mit dem Titel „Alles oder dich“ erschienen, für 2020 plant Kaiser eine große Tournee im gesamten deutschsprachigen Raum. In der Radio Niederösterreich-„Nahaufnahme“ bei Alice Herzog erzählt er über sein Leben nach der schweren Krankheit und abseits der Bühne.

„Ich muss nicht, aber ich kann“, bringt es Kaiser auf den Punkt. Noch immer füllt er Konzerthallen, noch immer sind es seine ganz großen Hits („Joanna“, „Santa Maria“, „Dich zu lieben“), die das Publikum sofort zum Mitsingen animieren. Künstlerisch hat er aber immer auch den Zeitgeist aufgegriffen und lässt seine Musik heute noch von Tonmeistern produzieren, die so ganz und gar nichts mit dem Schlager zu tun haben.

Roland Kaiser Schlagerstar Alice Herzog

ORF

Schlagerstar Roland Kaiser im Gespräch mit Alice Herzog

„Meine beiden Kinder geben mir Anregungen, auch indem ich mir ihre Musik anhöre“, so Kaiser in der „Nahaufnahme“. Die Familie ist ihm immer schon das Wichtigste im Leben und erdet ihn auch. „Wenn ich nach Hause komme, ist mein Beruf sofort Nebensache und man nimmt sich selbst nicht mehr ganz so wichtig.“ Im Mittelpunkt sei er nämlich eigentlich nie gerne gestanden, als Kind nicht und auch heute noch nicht. „Ich halte das aus, für die Dauer eines Konzertes, dann möchte ich sofort wieder in der Normalität verschwinden.“

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„Nahaufnahme“, 7.4.2019

Seine schwere Krankheit, eine Lungentransplantation, hat die Werte im Leben verschoben. Er sei entspannter und ruhiger geworden, so der Schlagerstar: „Für mich ist meine Familie wichtig und wenn einmal bei einem Konzert etwas nicht funktioniert, ist das nicht so schlimm.“ Seiner Frau Silvia streut er Rosen, denn sie war es, die ihn durch die schweren Zeiten getragen hat. „Beruflich blicke ich immer nach vorne und privat auch“, so der Schlagerstar. Von seinen Kindern habe er gelernt, im Hier und Jetzt zu leben.

Die „Nahaufnahme“ zum Nachhören:

Proksch und Gugger: Die Welt ist in Bewegung

Unsere Welt ist in Bewegung. Menschen sind unterwegs. Städte wachsen. Das Land verändert sich und die Geschichte schreitet voran. In den restaurierten Kasematten, die früher Stadtbefestigung waren, wird die Geschichte der Mobilität erzählt. „Dabei stehen Wiener Neustadt und seine Beziehungen zur Region im Kleinen und zur Welt im Großen im Mittelpunkt“, erzählt Kurator Beat Gugger.  

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„Nahaufnahme“, 31.3.2019

Der zweite Ausstellungsort ist das ehemalige Kloster St. Peter an der Sperr aus dem 13. Jahrhundert. Auch den Regionen rund um Wiener Neustadt ist eine Ausstellung gewidmet.

Landesausstellung 2019 Kuratoren

ORF

Birgit Perl (M.) im Gespräch mit den beiden Landesausstellungskuratoren Gerhard Proksch (l.) und Beat Gugger (r.)

„Am besten informiert man sich zunächst im Ausstellungsgebäude bei den Kasematten über die Regionen Bucklige Welt-Wechselland, Semmering-Rax, Schneeberg und den Wiener Neustädter Kanal - und besucht sie anschließend. Idealerweise nimmt man sich dafür ein paar Tage Zeit, um die Regionen zu entdecken“, empfiehlt Kurator Gerhard Proksch. Die Landesausstellung 2019 in Wiener Neustadt kann bis 10. November täglich von 9.00 bis 18.00 Uhr besucht werden.

Die „Nahaufnahme“ zum Nachhören:

Frischmuth: „Computer machen mich nervös“

Die Schriftstellerin Barbara Frischmuth hat kürzlich ihren neuen Roman „Verschüttete Milch“ veröffentlicht. In der „Nahaufnahme“ mit Alice Herzog hat sie über das Schreiben, ihre Heimat Altaussee und ihren Garten gesprochen.

Barbara Frischmuth erzählt über die Zeit ihrer Kindheit, als Hotelierstochter in Altaussee, die den zweiten Weltkrieg noch miterlebt hat. Sie beschreibt die Nachkriegsjahre mit allen Höhen und Tiefen und hat anhand von alten Erinnerungen einen neuen Roman verfasst. Als Autobiografie möchte sie ihn jedoch nicht verstanden wissen, aber viele Themen von damals habe sie aus der Sicht eines kleinen Mädchens erzählt.

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„Nahaufnahme“, 24.3.2019

Immer noch sind es ihre hartgebundenen Schreibbücher, in denen sie ihre Texte handschriftlich verfasst. „Ein Computer macht mich nervös“, so die Schriftstellerin, die auch nicht gerne am Schreibtisch arbeitet: „Am liebsten liege ich auf meinem Tagesbett, haben die Beine hochgelagert und schreibe auf den Knien, aber auch im Garten oder in der Küche.“

Nahaufnahme Barbara Frischmuth

ORF

Barbara Frischmuth (r.) im Gespräch mit Moderatorin Alice Herzog

Das Haus in Altaussee war ursprünglich ein Sommerwohnsitz für ihre Familie, ist ihr aber mit den Jahren zur liebgewonnen Bleibe geworden. „Vor allem, weil ich endlich einen Garten habe“, so die leidenschaftliche Gärtnerin, die auch schon einige Gartenliteraturbücher veröffentlichte. Die Ruhe, das Gehen, der Garten: Das alles sind ihr Lebenselixier und gleichzeitig Jungbrunnen, so Barbara Frischmuth im Gespräch mit Alice Herzog, und fügt hinzu: „Jetzt bin ich so alt und kann noch immer Schreiben. Was gibt es Schöneres.“

Die „Nahaufnahme“ zum Nachhören: