Pluhar: „Ich glaube nicht an das Glück“

Die Burgschauspielerin, Sängerin und Schriftstellerin Erika Pluhar feiert ihren 80. Geburtstag. In der „Nahaufnahme“ blickt sie im persönlichen Gespräch mit Alice Herzog auf ihr Leben mit vielen Höhen und Tiefen zurück.

„Jugend ist keine Frage des Alters“ - ein Satz, den Erika Pluhar sehr gerne und wiederholt ausspricht. Sie selbst habe sich mit dem Älterwerden schon sehr lange angefreundet, erzählt sie: „Ich war knapp über 40 Jahre alt, damals schon – also eigentlich verfrüht - wurde mir klar, dass mein Leben endlich ist. So gesehen ist es mir an diesem 80. Geburtstag nicht so erstaunlich, zu sehen, dass das Lebensende näher rückt.“

Erika Pluhar in der Nahaufnahme

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Erika Pluhar im Gespräch mit Radio-NÖ-Moderatorin Alice Herzog

Ihre schlimmste Zeit erlebte Erika Pluhar vor 20 Jahren, als 1999 ihre Tochter mit nur 37 Jahren an einem Asthmaanfall ums Leben kam. „Damals hätte ich – wie man in Wien so schön sagt – am liebsten den Hut draufgehaut“, sagt Pluhar heute.

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„Nahaufnahme“, 17.2.2019

In der Radio Niederösterreich-„Nahaufnahme“ spricht Erika Pluhar auch über ihr Leben an der Seite ihrer drei prominenten Ehemänner Udo Proksch, Andre Heller und Peter Vogel. „Ich betrachte das Leben in der Öffentlichkeit als eine Art Verantwortung. Was es mir erleichtert, ist die Tatsache, dass ich der Öffentlichkeit nichts vorspiele.“

Vor einigen Jahren schrieb sie ihr autobiografisches Buch „Eine öffentliche Frau“, „damit niemand auf die Idee kommt, über mich eine Biografie zu schreiben“, fügt sie mit einem Augenzwinkern hinzu. Auch über ihre täglichen Spaziergänge, die ihr lieber sind als jedes Fitness- oder Wellnesscenter, über ihr Leben als Schriftstellerin und Dinge, die im Alter besser werden, erzählt Erika Pluhar: „An das Glück glaube ich nicht, aber was ich mir gerne nehme, ist die Freude am Leben.“

Die „Nahaufnahme“ zum Nachhören:

Der „Popstar“ der Philosophie im Interview

Richard David Precht gilt als „Popstar“ unter den Philosophen und ist Meinungsbildner für Entscheidungsträger in Wirtschaft und Politik. Er hält etwa 120 Vorträge im Jahr, die andere Hälfte der Zeit verbringt er mit dem Schreiben von Büchern, erzählt er im Gespräch mit Alice Herzog. Seit 2014 ist Precht regelmäßig in Kirchschlag (Bezirk Wiener Neustadt) zu Gast. In der Buckligen Welt begleitet er mit seinem Expertenwissen ein umfassendes Schulprojekt. Der Philosoph beschäftigt sich u.a. mit der Zukunft der Schule. Das derzeitige Bildungssystem hält er für überholt.

Nahaufnahme Richard David Precht

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Richard David Precht im Gespräch mit Radio-NÖ-Moderatorin Alice Herzog

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„Nahaufnahme“, 10.2.2019

Die jüngste Publikation von Richard David Precht beschäftigt sich mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Gesellschaft. Vor allem am Arbeitsmarkt befürchtet er große Veränderungen, auf die die jungen Menschen im derzeitigen Bildungssystem zu wenig vorbereitet würden. Außerdem spricht Precht in der „Nahaufnahme“ über sein Leben als „Popstar“ unter den Philosophen.

Die „Nahaufnahme“ zum Nachhören:

Görgl: Mein neues Leben in Niederösterreich

„Der Riesenunterschied ist der, dass ich früher genaue Zeitvorgaben hatte, in denen ich mich bewegt habe. Das ist jetzt alles offen und gewöhnungsbedürftig, aber auch gut“, sagt die Ex-Skirennläuferin im persönlichen Gespräch mit Alice Herzog. Seit Juni 2017 lebt Elisabeth Görgl ein völlig neues Leben. Mit ihrem Lebensgefährten, dem Musiker Chris Harras, und dessen 15-jährigen Sohn lebt sie mittlerweile in Niederösterreich, wo gerade ein neues Haus gebaut wird.

Elisabeth Görgl & Alice Herzog

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Elisabeth Görgl (l.) im Interview mit Alice Herzog

„Ja, ich fühle mich sehr wohl hier, obwohl mir die Berge ein bisschen fehlen“, so Görgl über ihre neue Wahlheimat und fügt hinzu: „Durch meinen Lebensgefährten habe ich auch das professionelle Umfeld für die Musik und das Singen.“ Der Musik, ihrer zweiten großen Leidenschaft, will sich Elisabeth Görgl in Zukunft noch intensiver widmen (aktuelle Single: „Bleib kurz stehen“).

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„Nahaufnahme“, 3.2.2019

„Ich bin ein Mensch, der sehr viel mit sich selbst arbeitet und immer wieder in sich hineinspürt, aber das ist die Grundvoraussetzung, dass man dann auch glücklich ist mit dem Leben. Da muss sich alles erst wieder finden, aber das finde ich auch richtig und wichtig, weil ich einfach ein anderes Leben wollte. Das ist dann eben auch neu zu ordnen.“

In der Radio-Niederösterreich-„Nahaufnahme“ erzählt Elisabeth Görgl auch über ihre Mutter, die ehemalige Skirennläuferin Traudl Hecher, über ihren Ehrgeiz und warum ihr Individualität wichtiger ist als das, was andere über sie sagen.

Die „Nahaufnahme“ zum Nachhören:

Stipsits: „Habe eine Art von Talent“

Thomas Stipsits ist einer der gefragtesten Kabarettisten des Landes. Ab 1. Februar ist er im neuen Kinofilm „Love Machine“ zu sehen. Unter Druck setze ihn aber die Frage nach dem nächsten Programm, erzählt er in der „Nahaufnahme“.

Die Vorstellungen des Schauspielers und Kabarettisten sind meist schon Monate davor ausverkauft. „Natürlich ist das toll, mir ist aber auch klar, dass es ein Momentzustand ist“, erzählt Thomas Stipsits im Gespräch mit Alice Herzog. Nach seinem Programm „Delikatessen“ kam plötzlich die Nachfrage von Publikum und Veranstaltern. „Mittlerweile weiß ich, ich habe eine Art von Talent, das einer Gruppe von Leuten gefällt, und dafür bin ich dankbar.“

Nahaufnahme Thomas Stipsits

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Kabarettist Thomas Stipsits im Gespräch mit Moderatorin Alice Herzog

Unter Druck setze ihn vor allem die Frage, ob ihm wieder ein Kabarettprogramm einfällt, das die Menschen ebenso mögen. Die großen Hallen, die er mittlerweile füllt, mag er gar nicht so sehr. „Zum Kabarett gehört für mich auch diese Wohnzimmeratmosphäre“, sagt Stipstis.

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„Nahaufnahme“, 27.1.2019

In der Radio-Niederösterreich-„Nahaufnahme“ erzählt der gebürtige Obersteirer auch, wie seine künstlerische Laufbahn begann: „Ich habe Theater gespielt. Das war so ein Punkt in meinem Leben im Alter von 13, wo ich gemerkt habe, das macht mir eigentlich noch mehr Spaß als Fußball zu spielen.“ Eine Alternative wäre als Beruf Religionslehrer gewesen.

Neben dem Kabarett ist Stipsits heute auch ein gefragter Schauspieler für Fernsehserien („Die Vorstadtweiber“) oder Filme („Geschenkt“, „Love Machine“). Ab Freitag spielt er einen heruntergekommenen Musiker, dem es gelingt, als Callboy anzuheuern, sich am Ende aber verliebt und sein Leben neu ordnet.

Die „Nahaufnahme“ zum Nachhören:

Gary Lux: „Ich glaube an Schutzengel“

Gary Lux wurde in Kanada geboren, kam aber bereits als Kind nach Österreich. Er machte eine elektrotechnische Ausbildung, widmete sich aber vor allem der Musik, besonders dem Klavier. Sechsmal nahm er für Österreich am Eurovision Song Contest teil. 1985 erreichte er mit dem Lied „Kinder dieser Welt“ den achten Platz, zuvor stand er 1983 als Mitglied der Gruppe „Westend“ und im Jahr 1984 als Backround-Sänger der österreichischen Teilnehmerin Anita auf der Bühne.

Gary Lux

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Alice Herzog und Gary Lux

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„Nahaufnahme“, 20.1.2019

„Es gab sehr traurige Zeiten. Die Quintessenz ist, die Herausforderung und das Leben zu meistern“, so Gary Lux im Gespräch mit Alice Herzog. Er erzählt über sein Leben in Klosterneuburg (Bezirk Tulln), seine beiden erwachsenen Söhne, auf die er sehr stolz ist, und über seine ganz spezielle Art, durch das Leben zu gehen: „Ich glaube an Schutzengel. Ich bedanke mich bei ihnen, wenn ein Tag schön war.“

Die „Nahaufnahme“ zum Nachhören: