Skifahrer auf der Gemeindealpe
Fred Lindmoser
Fred Lindmoser
Wirtschaft

Wintersportgebiete auf Ferien vorbereitet

Niederösterreichs Wintersportregionen fühlen sich vorbereitet, wenn am Heiligen Abend bzw. mit dem Beginn der Weihnachtsferien die Saison eröffnet werden darf. „Es gibt drei Millionen potenzielle Gäste“, so Tourismuslandesrat Jochen Danninger (ÖVP).

„Ich bin sehr froh, dass wir dem Druck aus halb Europa, unsere Skigebiete zu schließen, nicht nachgegeben haben“, sagte Tourismuslandesrat Jochen Danninger (ÖVP) am Mittwoch in einer Online-Pressekonferenz. In Zeiten der Coronavirus-Pandemie müsse jedoch klar sein, „dass unsere Pisten unter internationaler Beobachtung stehen“. Daher, so Danninger, gelte es, dicht gedrängte Menschenansammlungen um jeden Preis zu vermeiden. Darauf hätten sich die Liftbetreiber auch vorbereitet. Um die Eigenverantwortung der Gäste werde es freilich ebenfalls gehen.

Drei Millionen potenzielle Wintersportgäste

Im Umfeld der etwa 30 Bergbahnen und Schleppliftbetriebe gibt es Danninger zufolge „mehr als drei Millionen potenzielle Gäste“. Viele Wintersportbegeisterte würden heuer wohl erstmals in Niederösterreich Ski fahren, weil eine Anreise in die großen Skigebiete der westlichen Bundesländer für einen Tagesausflug zu weit sei. Der Landesrat wies auch darauf hin, dass sich die Gäste auf den Pisten besonders verantwortungsvoll verhalten mögen, „um unsere Spitäler nicht noch weiter zu belasten“.

Pressekonferenz Bergbahnen und Wintertourismus
NL/Filzweiser
Michael Reichl, Jochen Danninger, Isabella Hinterleitner und Matthias Cernusca (v.l.) präsentierten die Vorbereitungen auf die Wintersaision

„Die Skigebiete arbeiten zur Covid-19-Prävention eng zusammen“, betonte Michael Reichl, Vorsitzender der Fachvertretung Seilbahnen in der Wirtschaftskammer Niederösterreich. Das Ziel seien klare und einheitliche Verhaltensregeln, damit sich die Gäste gut orientieren könnten.

Ein nicht unwesentliches Thema aufgrund der geschlossenen Gastronomie ist laut Isabella Hinterleitner, Projektmanagerin der NÖ Bergbahnen-Beteiligungsgesellschaft, geklärt. Sanitäreinrichtungen in den Skigebieten würden in ausreichender Zahl zur Verfügung stehen, versicherte sie. Es werde sich entweder um jene von Gastronomiebetrieben handeln, für die ein direkter Zugang möglich sei oder es würden zusätzliche Kapazitäten angemietet.

Die Bergrettung Niederösterreich/Wien absolvierte in den vergangenen Saisonen jeweils etwa 500 Wintereinsätze. Nach Auskunft von Landesleiter Matthias Cernusca sind die Helfer mit einem speziellen Covid-Konzept gerüstet. Unter den besonderen Umständen heuer gelte es „mit besonderer Vorsicht in die Saison zu starten sowie mit großem Verantwortungsbewusstsein und auch mit Zurückhaltung.“