Weißhaidinger riskierte in seinem letzten Wurf und schaffte sogar 69,43 Meter. Einen ÖLV-Rekord vereitelte aber ein knapper Übertritt. „Dieser Wurf zeigt mir, dass ich heuer weitenmäßig für jede Schandtat bereit bin“, sagte Weißhaidinger. Sowohl er wie auch sein Coach Gregor Högler waren von den Weiten überrascht. „Ich wollte es lockerer angehen“, meinte der Athlet. „Dass ich dann gleich im ersten Versuch 67,37 m werfe, hätte ich nicht für möglich gehalten. Da war ich kurz sprachlos.“
Högler sprach gar vom besten Wettkampf im Leben seines Schützlings: „Wir hatten ein bisschen Gegenwind. Die Bedingungen waren gut, aber auch nicht wirklich besonders. Dass Lukas trotzdem so weit wirft, hat mich überrascht.“ Während in St. Pölten bei Weißhaidinger die Technik mehr im Fokus stand, folgt für den WM-Dritten am Montag in Turku ein Aufeinandertreffen mit anderen Weltelite-Aktiven wie dem schwedischen Weltmeister Daniel Stahl und dem litauischen Ex-Weltmeister Andrius Gudzius.

Tränen nach erfolgreichem Rennen
Hürdenläuferin Beate Schrott lief ihre Saisonbestleistung bei ihrem letzten Antreten beim Heim-Meeting im Sog der in 12,87 Sek. (+0,6) siegreichen Jamaikanerin Megan Tapper. Die Niederösterreicherin wurde ob ihres sportlichen Abschieds von St. Pölten emotional. „Nach dem Wettkampf durften ein paar Tränen fließen“, sagte die 33-Jährige. „Es war eine wunderschöne Zeit, ich bin meinem Verein sehr dankbar für dieses sehr schöne Meeting und die vielen Jahre, in denen er mich immer unterstützt hat.“
Ihren Saison-Einstieg absolvierte Mehrkämpferin Ivona Dadic, die Oberösterreicherin war mit ihren 13,34 m im Kugelstoßen nicht zufrieden. Sie will nun über weitere Wettkämpfe besser zur Form finden. Ihre Siebenkampf-Kollegin Sarah Lagger kam auf 13,75 m. Im Sprint kamen Ina Huemer und Magdalena Lindner beim Sieg der Belarussin Krystsina Tsimanuskaja (11,22) auf persönliche Bestleistungen von 11,41 bzw. 11,45 Sek. Bei den Männern kam Markus Fuchs auf 10,48 Sek.