Die Landwirtschaft leidet seit Monaten unter den immer höher steigenden Energiekosten. Während andere Länder in Europa bereits Sonderpakete und Vergünstigungen für Landwirte eingeführt haben, hinkt Österreich im EU-Binnenmarkt wettbewerbstechnisch hinterher, kritisiert der niederösterreichische Bauernbund. Das will der Bund nun ausgleichen und senkt die Produktionskosten. Davon betroffen sind auch 38.000 bäuerliche Familienbetriebe in Niederösterreich.
Besonders der für die Produktion wichtige Diesel soll durch das neue Entlastungspaket billiger werden, sagte Landeshauptfrau-Stellvertreter und Bauernbund-Obmann Stephan Pernkopf (ÖVP): „Es geht darum, unseren Bäuerinnen und Bauern einen Energiekostenausgleich zu geben, die Wettbewerbsnachteile zu beseitigen und die Versorgungssicherheit zu stärken. Deswegen wird es beim Diesel 30 Cent Entlastung pro Liter geben“.

Wie hoch die jeweilige Rückzahlung pro landwirtschaftlichem Betrieb ist, hänge davon ab, in welchem Umfang produziert wird: „Es werden zunächst die Werte berechnet, die man für die Bewirtschaftung braucht. Konkret schaut man sich an, wie viel Acker- und Grünland vorhanden ist, ob es ein Bio-Betrieb ist und ob es Sonderkulturen gibt. Anhand dessen wird dann pro Hektar rückvergütet“, so Pernkopf.
Neben der Rückvergütung für Diesel soll es außerdem Ausgleichszahlungen für die gestiegenen Preise bei Futtermitteln geben. Die erste Auszahlung des Pakets an Bäuerinnen und Bauern soll im kommenden Herbst erfolgen.